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Drei Männer nach Unfall mit sieben Toten bei Schleuserfahrt in Bayern verurteilt
Nach einem Unfall mit sieben toten Geflüchteten bei einer illegalen Schleuserfahrt in Bayern hat das Landgericht Traunstein drei beteiligte Männer zu Haftstrafen verurteilt. Das Landgericht Traunstein verhängte gegen einen von ihnen am Mittwoch 14 Jahre Haft wegen Einschleusens von Ausländern mit Todesfolge, wie eine Sprecherin mitteilte. Zwei weitere Männer wurden zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt. In einem Fall handelt es sich dabei um eine Jugendstrafe.
Die Beschuldigten waren laut Anklageschrift als Kundschafter für den Fahrer des Schleuserfahrzeugs tätig, das sich im Oktober 2023 auf der Flucht vor einer Kontrolle auf der Autobahn 94 bei Ampfing mehrfach überschlug. Als sogenannte Scoutfahrer beobachteten sie für diesen in einem zweiten Auto die Umgebung und warnten vor Polizeistreifen.
Den Fahrer des für die Schleusungsfahrt verwendeten Kleinbusses verurteilte das Landgericht Traunstein bereits im November in einem separaten Prozess zu 15 Jahren Haft. Er wurde unter anderem wegen Einschleusens mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung verurteilt.
Der Mann hatte in dem völlig überladenen Kleinbus 22 Geflüchtete aus Österreich über die Grenze nach Deutschland eingeschmuggelt, als eine Polizeistreife auf ihn aufmerksam wurde. Der Schleuser floh in hohem Tempo und kam von der Fahrbahn ab. Sieben Migranten starben, darunter ein sechsjähriges Kind. 15 weitere Geflüchtete verletzten sich dabei schwer, ein Insasse erlitt einen dauerhaften Gehirnschaden.
Nach Angaben der Sprecherin verhängte das Gericht gegen den Fahrer des dem Kleinbus vorausfahrenden Scoutfahrzeugs 14 Jahre Haft, bei den anderen beiden Beschuldigten handelte es sich um Komplizen. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft in Traunstein hatten die zur Tatzeit 17 bis 23 Jahre alten drei Männer die Schleusungsfahrt gemeinsam mit dem 24-jährigen Fahrer des Kleinbusses organisiert.
J.Gomez--AT