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Raubüberfall auf Paar in Schleswig-Holstein: Mordprozess in Flensburg begonnen
Rund zehn Monate nach einem tödlichen Raubüberfall auf ein hochbetagtes Ehepaar im schleswig-holsteinischen Sankt Peter-Ording müssen sich seit Dienstag vier Angeklagte vor dem Landgericht Flensburg verantworten. Zum Prozessbeginn wurde die Anklage verlesen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gemeinschaftlich Mord in Tateinheit mit besonders schwerem Raub vor. Ein 99-Jähriger starb bei dem Überfall.
Die Angeklagten im Alter zwischen 37 und 43 Jahren sollen den bewaffneten Raubüberfall auf das hochbetagte Ehepaar am 11. Januar verübt haben. Zwei Angeklagte gaben sich demnach als Paketboten aus, klingelten an der Tür und drangen in das Haus ein, während die anderen beiden in einem Auto warteten und Funkkontakt hielten.
Als sich der 99-Jährige schützend vor seine damals 79-jährige Ehefrau stellte, sollen die Angeklagten ihn so stark geschubst haben, dass er stürzte. Dabei erlitt der Mann eine Platzwunde am Kopf und starb in kürzester Zeit an einem Herzversagen.
Die Angeklagten fesselten dann laut Anklage die 79-Jährige und schlugen sie. Dabei forderten sie die Frau auf, Verstecke von Wertgegenständen im Haus zu verraten, andernfalls würden sie ihr einen Finger abschneiden. Die Angeklagten erbeuteten letztlich 250 Euro Bargeld, zwei Goldketten und ein Mobiltelefon.
Auf das Wohnhaus der Eheleute war laut Anklage einer der Angeklagten durch seine Tätigkeit im Baugewerbe aufmerksam geworden. Er soll dort Bargeld und Wertgegenstände vermutet haben. Zwei frühere Einbruchsversuche waren erfolglos geblieben, weshalb die Angeklagten nun auf andere Weise in das Haus gelangen wollten. Das Gericht setzte Verhandlungstage bis Ende März fest.
W.Morales--AT