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17-Jähriger verursacht auf Flucht vor Polizei tödlichen Autounfall in Köln
Ein 17-jähriger Autofahrer hat in Köln auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle einen tödlichen Unfall mit einem überfüllten Wagen verursacht. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft überschlug sich der von dem jungen Mann gelenkte Miet-SUV, in dem sich außer ihm noch fünf weitere Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren befanden, in der Nacht zum Sonntag bei hohem Tempo. Eine 16-jährige Mitfahrerin starb.
Der Fahrer und ein 18-jähriger Mitfahrer wurden bei dem Unfall im Stadtteil Niehl den Ermittlern zufolge lebensgefährlich verletzt, drei Insassinnen erlitten schwere Verletzungen. Demnach hatte der jugendliche Fahrer keinen Führerschein und nach ersten Hinweisen womöglich Alkohol konsumiert.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntag weiter mitteilten, befand sich das Auto mit den Jugendlichen auf dem Rückweg von einer Party. Zeugen hatten demnach gegen 0.30 Uhr die Polizei alarmiert, weil der 17-Jährige mit mehreren Bekannten in einem Auto von der Feier aufgebrochen war. Deren Angaben zufolge war der junge Fahrer betrunken.
Kurz darauf hielt eine Polizeistreife den Wagen an einer Straße an. Während die Beamten ausstiegen und sich dem Fahrzeug näherten, gab der Jugendliche laut Ermittlern plötzlich Gas und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf, verloren das flüchtende Fahrzeug aber auf der nahegelegenen Autobahn 57 aus den Augen. Wenig später meldeten andere Zeugen dann den schweren Unfall auf einer Straße im Stadtteil Niehl.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens mit tödlichem Ausgang. Laut deutschem Strafrecht gilt auch grob fahrlässiges Fahren "mit nicht angepasster Geschwindigkeit" mit dem Ziel höchstmöglicher Geschwindigkeit als illegales Kraftfahrzeugrennen, es müssen keine weiteren Autos beteiligt sein. Dem 17-jährigen Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen.
B.Torres--AT