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18-Jähriger bei Badeunfall an Timmendorfer Strand in Ostsee ertrunken
Am Timmendorfer Strand an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ist ein 18-Jähriger bei einem Badeunfall ertrunken. Zeitgleich habe noch ein 23-Jähriger aus dem Wasser gerettet und wiederbelebt werden müssen, teilte die Polizei in Lübeck am Dienstag mit. Der 18-Jährige war demnach mit Freunden zum Baden in die Ostsee gegangen, unterschätzte dabei allerdings die Strömung und ging unter.
Am selben Strandabschnitt hatten bereits am Sonntag sieben Menschen aus der Ostsee gerettet werden müssen. Laut Polizei geriet zunächst ein zehnjähriges Kind in Not, ein weiteres Kind trieb ab. Rettungsschwimmer holten die Kinder aus dem Wasser, parallel begaben sich jedoch mehrere Familienangehörige ins Wasser.
Diese gerieten demnach aufgrund von Erschöpfung und teilweise auch mangelnden Schwimmkenntnissen ebenfalls in Schwierigkeiten und mussten gerettet werde. Die Kinder und deren 47-jähriger Vater wurden danach ins Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei gerieten die beiden jungen Männer bei dem Vorfall am Montag praktisch parallel in Not. Zunächst bemerkten Zeugen den um Hilfe rufenden 23-Jährigen und zogen ihn an den Strand, wo Rettungskräfte mit einer erfolgreichen Wiederbelebung begannen. Zeitgleich bemerkten Zeugen die Gruppe um den 18-Jährigen, die um ihr Leben kämpfte. Während sich dessen in etwa gleichaltrigen Begleiter noch knapp retten konnten, versank der 18-Jährige.
Feuerwehr und Wasserretter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft starteten einen großangelegten Rettungseinsatz mit einer Drohne und fanden den Jugendlichen nach etwa 20 Minuten. Er wurde ebenfalls sofort wiederbelebt und in ein Krankenhaus geflogen, wo er in der Nacht zu Dienstag aber verstarb.
Nach Angaben der Polizei herrschten an dem Strandabschnitt am Sonntag und Montag starke Strömungen. Während des Vorfalls mit der Familie am Sonntag galt ein Badeverbot, es waren rote Flaggen gehisst. Bei dem tödlichen Unfall mit den beiden jungen Männern am Montag galt eine Warnung mit gelber Flagge, derzufolge nur geübte Schwimmer baden sollten. Da danach der Wind weiter auffrischte und Strömungen zunahmen, wurde erneut ein Badeverbot verhängt.
P.Smith--AT