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Feuerwehren bekämpfen zwei große Waldbrände in westlichem Mecklenburg-Vorpommern
Die Feuerwehren im westlichen Mecklenburg-Vorpommern haben in der Nacht zum Dienstag versucht, zwei große Waldbrände auf ehemaligen Truppenübungsplätzen einzudämmen. Bei Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim standen nach Angaben von Landrat Stefan Sternberg (SPD) weiterhin rund hundert Hektar in Flammen. Auch in der Nacht detonierte immer wieder alte Munition, die im Waldboden liegt.
Deshalb müssen die Einsatzkräfte tausend Meter Abstand zu den Brandherden halten. Sie wässerten vor allem die Böden in der Nähe des Dorfs Volzrade, das am nächsten zur Feuerfront liegt. Es wurde bereits am Montagabend vorsichtshalber evakuiert. Die 160 Bewohner kamen vor allem bei Freunden und Verwandten unter.
Etwa 25 Kilometer nördlich von Lübtheen weitete sich der Waldbrand bei Hagenow in der Nacht auf 35 Hektar aus. Auch das Gebiet der Viezer Heide wurde früher militärisch genutzt und ist mit Munition belastet. Im Gegensatz zum Wald bei Lübtheen nährt allerdings deutlich weniger Totholz das Feuer.
Die beiden Brände waren am Montagnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Mehr als 450 Kräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren seitdem im Einsatz. Ein Bergepanzer der Bundeswehr und Löschhubschrauber sollten die Brandbekämpfung unterstützten, wie Sternberg mitteilte.
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen hatte vor vier Jahren einer der größten Waldbrände in Mecklenburg-Vorpommern gewütet. Anfang Juli 2019 wurden innerhalb von sechs Tagen etwa 1200 Hektar Wald vernichtet. Danach wurden unter anderem zusätzliche Schneisen in den Wald geschlagen und zahlreiche Tiefbrunnen angelegt, um Waldbrände besser bekämpfen zu können.
O.Gutierrez--AT