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Viel befahrene Autobahnbrücke in US-Metropole Philadelphia teilweise eingestürzt
Auf einer der meist befahrenen Autobahnen der USA ist am Sonntag ein Teilstück in der Metropole Philadelphia eingestürzt. Nach Angaben der Behörden wurde das Unglück durch einen unter einer Brücke brennenden Tanklastwagen ausgelöst. Fernsehbilder zeigten Flammen und dichten Rauch über den abgesackten Trümmern der vierspurigen Interstate 95. Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand. Der Verbleib des Lkw-Fahrers war unklar.
US-Verkehrsminister Pete Buttigieg teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, bei dem unter der Brücke brennenden Fahrzeug handele es sich um einen Tanklastwagen, und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Feuerwehr hatte zuvor bereits von einem Vorfall mit Gefahrgut gesprochen.
Gouverneur Josh Shapiro sagte vor Journalisten, niemand auf der Interstate 95 sei verletzt oder zu Tode gekommen. Das Feuer brach örtlichen Medien zufolge am Sonntagmorgen gegen 06.20 Uhr Ortszeit aus. Um diese Zeit ist normalerweise nur wenig Verkehr.
Die im Osten der USA verlaufende Autobahn Interstate 95 verbindet den Bundesstaat Maine im Nordosten mit Florida im Südosten und gehört zu den meist befahrenen Strecken der USA. Nach dem Einsturz musste sie voll gesperrt werden.
Neben den eingestürzten vier Fahrbahnen Richtung Norden seien auch die Fahrbahnen Richtung Süden durch die Hitze des Brandes beschädigt, sagte Feuerwehrchef Derek Bowmer. Die Behörden rieten Reisenden, das Gebiet weiträumig zu umfahren und "alternative Reiserouten" zu wählen. Der Wiederaufbau des zerstörten Autobahnabschnitts könne viele Wochen dauern - ein Horrorszenario sowohl für Pendler als auch für Reisende zum Beginn der sommerlichen Urlaubssaison.
"Dies ist eine zentrale Verkehrsader für Menschen und Waren und die Sperrung wird erhebliche Auswirkungen auf die Stadt und Region haben", erklärte Buttigieg weiter. Sein Ministerium werde jede mögliche Hilfe beisteuern, "um bei den Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau zu helfen".
Örtlichen Medien zufolge leiteten sowohl die Polizei als auch die Behörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe (ATF) eine Fahndung nach dem Fahrer des Tankwagens ein, dessen Verbleib unklar war. Ein ATF-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Büro in Philadelphia unterstütze die Ermittlungen, und verwies für weitere Fragen an die Feuerwehr. Diese wollte keine näheren Angaben machen.
Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden sei informiert worden und habe mit den örtlichen Behörden Kontakt aufgenommen, um Unterstützung anzubieten.
Th.Gonzalez--AT