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Mutmaßliche Täter nach Brand von geplanter Flüchtlingsunterkunft in Hessen in Haft
Mehr als vier Wochen nach dem Brand einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im hessischen Roßdorf sind vier mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ihnen werde Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Polizei in Darmstadt am Dienstag mit. Die Gruppe soll für eine ganze Brandserie in Südhessen verantwortlich sein. Zwei Beschuldigte wurden bereits Mitte Mai nach dem Brand eines Autos in Roßdorf festgenommen.
Ende Mai und am vergangenen Freitag wurden zwei mutmaßliche Mittäter festgenommen. Die vier Männer könnten nach Angaben der Beamten neben dem Feuer in der geplanten Flüchtlingsunterkunft auch für mehrere Brände im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie den Brand einer Papierfabrik im Darmstadt verantwortlich sein.
Seit Anfang 2023 hatten in mehreren Orten in der Gegend immer wieder Holzstapel, Scheunen, Lagerhallen, Baumaterial und Fahrzeuge gebrannt. Die beiden größten Fälle waren der Brand in der geplanten Unterkunft am 30. April und das Feuer in der Papierfabrik Anfang Mai.
Insgesamt gab es bis Ende Mai mehr als zehn Brände, für welche die Festgenommenen verantwortlich sein könnten. Den Gesamtschaden bezifferten die Ermittler auf mehrere Millionen Euro. Die Gruppe soll in wechselnder Beteiligung gehandelt haben. Derzeit gebe es keinen Hinweis auf ein politisches Motiv.
Bei dem Feuer in der geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Nacht zum 30. April brannte die Containerwohnanlage auf einem Sportgelände in Roßdorf ab. Schon früh gingen die Ermittler von Brandstiftung aus. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach damals von einer "furchtbaren Menschenverachtung".
N.Walker--AT