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Zunächst keine schweren Ausschreitungen bei Protesten der linken Szene in Leipzig
Bei Protesten der linken Szene in Leipzig ist es am Samstag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, die befürchteten schweren Ausschreitungen blieben jedoch zunächst aus. Bis zum Abend war nach Angaben der Polizei und eines AFP-Fotografen wieder weitgehend Ruhe eingekehrt.
Nach Angaben der Polizei hatten sich am Nachmittag rund 1500 Menschen zu einer genehmigten Kundgebung versammelt. Von ihnen seien rund ein Drittel "dem gewaltbereiten Spektrum zuzuordnen" gewesen. Nach ersten Steinewürfen auf Polizisten löste der Organisator demnach die Versammlung auf.
Doch auch anschließend bewarfen Demonstranten die Einsatzkräfte mit Steinen und mindestens zwei Brandsätzen, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Nach seinen Angaben wurden auch Böller und einige Rauchtöpfe gezündet.
Polizisten kesselten daraufhin zahlreiche Demonstranten ein. Später begannen sie laut dem Fotografen, die Identität der Eingekesselten aufzunehmen. Die Polizei berichtete auf Twitter von rund 300 eingekesselten Demonstranten. Ihnen werde "Landfriedensbruch und tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte" vorgeworfen.
Eine umstrittene Solidaritätskundgebung für die verurteilte Linksextremistin Lina E. fand dagegen nicht statt. Die Kundgebung unter dem Motto "United we stand - Trotz alledem, autonomen Antifaschismus verteidigen!" war von der Stadt verboten worden, die Entscheidung wurde gerichtlich bestätigt.
Lina E. und drei mitangeklagte Männer waren am Mittwoch wegen gewalttätiger Überfälle auf Rechtsextremisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die linke Szene mobilisierte aus Protest bundesweit für eine sogenannte "Tag-X-Demo" am Samstag. Wegen der Demonstrationsaufrufe hatte sich die Polizei auf einen Großeinsatz vorbereitet, zumal es schon im Vorfeld zu Ausschreitungen gekommen war.
Y.Baker--AT