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Untersuchungsbericht prangert Rassismus in schottischer Polizei an
Ein unabhängiger Untersuchungsbericht hat der Polizei Schottlands ein verheerendes Zeugnis bei den Themen Rassismus und Diskriminierung ausgestellt. "Die schottische Polizei ist institutionell rassistisch und diskriminierend", erklärte daraufhin Polizeipräsident Iain Livingstone am Donnerstag. "Das Richtige für mich als Polizeichef ist es, klar zu sagen, dass institutioneller Rassismus, Sexismus, Frauenhass und Diskriminierung existieren", fasste Livingstone den am Vortag veröffentlichten Bericht der Polizeiaufsichtsbehörde SPA zusammen.
Gegen Schottlands Polizei läuft bereits eine Ermittlung wegen des Todes des 31-jährigen Sheku Bayoh. Der dunkelhäutige Mann starb 2015, nachdem ihn sechs Beamte in der Stadt Kircaldy nördlich von Edinburgh festgehalten hatten.
In dem Untersuchungsbericht wird auch konstatiert, dass es innerhalb der schottischen Polizei weitverbreitete Zurückhaltung oder sogar Ängste gebe, Sorgen und Probleme offen anzusprechen. Sie hätten gehört, dass Mitarbeiter "bestraft" worden seien, nachdem sie Probleme auf den Tisch gebracht hätten, etwa durch Ausschluss aus Teams oder Versetzungen, schreiben die Autoren des Berichts.
Ein Untersuchungsbericht der Londoner Polizei war in diesem Jahr zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Auch der Metropolitan Police der britischen Hauptstadt waren darin "institutioneller Rassismus, Homophobie und Sexismus" bescheinigt worden. Premierminister Rishi Sunak forderte daraufhin im März eine Reform der Londoner Polizei "von Grund auf".
Die Untersuchung bei der Londoner Polizei war nach der Entführung, Vergewaltigung und Ermordung einer Frau durch einen diensthabenden Beamten im Jahr 2021 in Auftrag gegeben worden.
W.Stewart--AT