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Unfälle mit E-Scootern laut Statistik vor allem Problem in Großstädten
Unfälle mit E-Scootern sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts vor allem ein Problem in Großstädten. Fast zwei Drittel aller 8260 Unfälle mit Personenschäden mit den elektrisch betriebenen Rollern seien im vergangenen Jahr in Städten mit mindestens hunderttausend Einwohnern passiert, erklärten die Statistiker am Mittwoch in Wiesbaden. Bei Unfällen mit Pedelecs war der Anteil der Unfälle in Städten mit gut einem Viertel deutlich geringer.
Die 8260 Unfälle im vergangenen Jahr bedeuteten gegenüber 2021 einen Anstieg um 67 Prozent, die Zahl der Toten stieg von fünf auf zehn. 1234 Menschen wurden im vergangenen Jahr bei E-Scooter-Unfällen schwer verletzt, 7651 leicht. Mit 2312 Fällen gab es die meisten Personenschäden in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern mit 1119 Unfällen. In Mecklenburg-Vorpommern gab es 66 Verletzte, in Thüringen 42. In der Zahl der Unfälle nicht enthalten sind die Fälle, die durch unachtsam abgestellte E-Scooter verursacht wurden.
Fast alle Unfälle wurden der Statistik zufolge durch Fehlverhalten der E-Scooter-Fahrer verursacht. Meistens ging es dabei um die falsche Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen, Alkohol war die weitere Hauptursache. Fast jeder fünfte verunglückte E-Scooter-Fahrer war alkoholisiert unterwegs.
Im Vergleich zu Unfällen mit Fahrrad oder Pedelec waren die verunglückten E-Scooter-Fahrer eher jünger. 80,7 Prozent von ihnen kamen aus der Altersgruppe der unter 45-Jährigen - bei Fahrrad oder Pedelec waren nur 48,6 Prozent der Unfallopfer unter 45. Nur 3,3 Prozent der 2022 verunglückten E-Scooter-Fahrer waren über 65 Jahre alt, bei Fahrrad oder Pedelec kamen 19,9 Prozent aus dieser Altersgruppe.
37,2 Prozent der E-Scooter-Unfälle waren den Angaben zufolge Zusammenstöße mit einem Auto. 36,2 Prozent waren Alleinunfälle ohne weitere Beteiligte. Im gesamten Unfallgeschehen in Deutschland mit insgesamt 288.000 Unfällen mit Personenschäden spielten die E-Scooter-Unfälle mit 2,9 Prozent eine geringe Rolle. Im Jahr 2021 hatte der Anteil mit 2,1 Prozent allerdings noch niedriger gelegen.
R.Chavez--AT