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Faeser und Pistorius loben schnelle Erdbebenhilfe von THW und Bundeswehr
Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) haben die Hilfseinsätze des Technischen Hilfswerks (THW) und der Bundeswehr bei der Erdbebenkatastrophe in der Türkei gewürdigt. Sie sei beeindruckt, "wie reibungslos und wie toll" die Kooperation der beiden Organisationen laufe, sagte Faeser am Freitagmorgen bei einem Besuch im Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen. Es gelinge hier eine "sehr schnelle und wirklich komplikationslose Zusammenarbeit".
Nach Faesers Angaben hatten am Donnerstag drei Bundeswehr-Maschinen etwa 50 Tonnen Hilfsgüter, die vom THW zusammengestellt worden waren, in die Türkei gebracht. Für Freitag sind laut Pistorius von Wunstorf aus drei weitere Flüge mit mehr als 40 Tonnen Material an Bord geplant. In den nächsten Tagen werde das "so weitergehen", sagte er.
Auch Pistorius zeigte sich "froh", dass aus Deutschland heraus so zügig Hilfe geleistet werden könne. Den Beitrag der Bundeswehr bezeichnete er als "zuverlässig und schnell".
Hilfsgüter wurden am Freitag auch von der Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo in die Türkei gebracht. Ein Flieger sei am Morgen von Frankfurt Richtung Antalya gestartet, teilte das Unternehmen mit. "Der Frachter startete voll beladen mit Hilfsgütern, vor allem Winterkleidung, Decken, Lebensmitteln und Hygieneartikeln, die vor Ort am dringendsten benötigt werden."
Das Material wurde den Angaben zufolge von türkischen Gemeinden in Hessen und Baden-Württemberg gespendet, ebenso von Unternehmen aus der Region sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Cargo. "Wir sind tief betroffen über das Ausmaß der Zerstörung in der türkisch-syrischen Grenzregion und wollen helfen", erklärte die Vorstandsvorsitzende von Lufthansa Cargo, Dorothea von Boxberg.
Auch Faeser und Pistorius zeigten sich sehr betroffen. Es handele sich um eine "furchtbare Naturkatastrophe", sagte der Verteidigungsminister in Wunstorf. Die Lage vor Ort sei "einfach schrecklich und kaum in Worte zu fassen".
Die Bilder aus der Region "erschüttern uns zutiefst", sagte Faeser. Mit deutlich mehr als 20.000 Toten in der Türkei und Syrien habe die Katastrophe eine "unvorstellbare Dimension" erreicht. Faeser berichtete von einem Telefonat mit dem türkischen Innenminister Suleyman Soylu. Dieser habe sich "sehr dafür bedankt", dass aus Deutschland bereits so viel Hilfe eingetroffen sei.
Ausdrücklich würdigte Faeser auch den Einsatz der Menschen in Deutschland mit Wurzeln oder Verbindungen in die Katastrophenregion. Es sei beeindruckend, in welchem Umfang sie Hilfsgüter sammelten und Unterstützung für die Betroffenen organisierten.
A.Williams--AT