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Mordprozess um zerstückelte Leiche in Bremen begonnen
Drei Männer müssen sich seit Mittwoch vor dem Bremer Landgericht wegen der mutmaßlichen Ermordung eines 46-Jährigen und der anschließenden Zerstückelung seiner Leiche verantworten. Die Angeklagten im Alter von 32 bis 41 Jahren sollen ihr Opfer vor knapp drei Jahren gefangengehalten und aus Habgier getötet haben. Sie sollen den Mann demnach gefesselt und durch Faustschläge zur Herausgabe seiner Geldkarte und seiner Geheimnummer gezwungen haben.
Später soll einer der Beschuldigten den Mann nach einem von dem Trio ausgearbeiteten Tatplan im Keller des Wohnhauses stranguliert haben. Die Leiche zerteilten die Angeklagten demnach und vergruben die Körperteile im benachbarten Niedersachsen. Der Fall des 46-Jährigen galt zunächst als Vermisstensache, erst eineinhalb Jahre nach seinem Tod führten Hinweise die Ermittler zu ersten Leichenteilen und gaben dem Fall eine neue Wendung.
Die drei Angeklagten befinden sich seit Mai nach einer Entscheidung des Bremer Oberlandesgerichts (OLG) auf freien Fuß, weil ihre Untersuchungshaft vor dem ursprünglich für Mai 2022 vom Landgericht geplanten Prozessstart die gesetzlich maximal zulässige Dauer von sechs Monaten überschritt. Das Landgericht hatte auf den erheblichen Verfahrensumfang und rechtliche Schwierigkeiten verwiesen, das OLG ließ dies aber nicht gelten. Es sah das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen verletzt.
Zum Prozessauftakt erschienen die Beschuldigten einem Gerichtssprecher zufolge aber auch ohne Haftbefehle, so dass die Anklageschrift verlesen werden konnte. Die Verteidigung kritisierte die Ermittlungsbehörden für ihre Arbeit in dem Fall demnach scharf. Für den Prozess sind zunächst noch fünf weitere Verhandlungstermine bis zum 27. Februar angesetzt.
E.Hall--AT