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Harvard klagt gegen Einreiseverbote für Studenten aus dem Ausland
Die Eliteuniversität Harvard klagt gegen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Einreiseverbote für neue ausländische Studenten. In einem Zusatz zu einer bereits eingereichten Klage warf die Hochschule der Trump-Regierung am Donnerstag eine "konzertierte und eskalierende Vergeltungskampagne" vor. Harvard solle dafür bestraft werden, dass die Universität sich einer Kontrolle ihrer Leitung, ihrer Lehrpläne und der "Ideologie" ihrer Dozenten und Studenten durch die Regierung verweigere.
"Das ist nicht der erste Versuch der Regierung, Harvard von seinen internationalen Studenten abzuschneiden", erklärte die Universität weiter. Die Trump-Regierung hatte Harvard im Mai verbieten wollen, ausländische Studenten aufzunehmen. Die berühmteste Universität der USA zog dagegen vor Gericht, eine Bundesrichterin kippte das Verbot daraufhin in einer vorläufigen Entscheidung.
Am Mittwoch kündigte Trump dann Einreisebeschränkungen für neue ausländische Studenten an, die ein Studium an der nahe Boston gelegenen Eliteuniversität beginnen wollen. Dagegen ging Harvard nun mit einer Erweiterung der im Mai eingereichten Klage vor.
Trump geht seit Monaten gegen die Eliteuniversität vor, die er eine "antisemitische, linksextreme Institution" nennt. Er begründet dies unter anderem mit pro-palästinensischen Demonstrationen auf dem Campus seit Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023.
Die US-Regierung hat deshalb Bundeszuschüsse in Milliardenhöhe für Harvard gestrichen - und plant nach eigenen Angaben die Kürzung aller verbleibenden Bundesmittel. Harvard hatte sich Mitte April geweigert, Diversitätsprogramme wie von der Regierung gefordert abzuschaffen und seine Studentinnen und Studenten zu durchleuchten. Harvard-Präsident Alan Garber räumte aber einzelne antisemitische Vorfälle ein.
W.Nelson--AT