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Umfrage: Internetnutzer schätzen eigene Medienkompetenz als mittelmäßig ein
Internetnutzer in Deutschland schätzen ihre eigene Medienkompetenz einer Umfrage zufolge nur als mittelmäßig ein. Im Schnitt geben sie sich selbst die Schulnote drei, wie der Digitalverband Bitkom am Montag mitteilte. Ältere fühlen sich dabei unsicherer als Jüngere. Während sich die 16- bis 29-Jährigen im Schnitt eine 2,5 geben würden, wäre es bei den über 75-Jährigen eine 4,1.
Nur etwa jeder Vierte traut sich zu, Falschinformationen im Netz zu erkennen. Bei den 16- bis 29-Jährigen ist es etwa jeder Dritte. Bei den Älteren ab 75 Jahren gaben nur sieben Prozent an, Fakenews von echten Nachrichten unterscheiden zu können. Nur 17 Prozent aller Altersgruppen wissen nach eigenen Angaben, wie sich herausfinden lässt, ob ein Bild oder ein Video manipuliert wurde. Auch bei den Jüngeren sind es nur 22 Prozent.
44 Prozent prüfen in der Regel, ob Informationen aus dem Internet richtig sind, bevor sie diese teilen. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 48 Prozent, bei den Älteren ab 75 Jahren nur 36 Prozent. Rund die Hälfte aller Befragten gab an, schon einmal auf einen Deepfake hereingefallen zu sein.
"Wer heute digital unterwegs ist, muss das sicher und verantwortungsvoll tun können", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Medienkompetenz sei eine Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung und Teilhabe im digitalen Raum. Rohleder warnte vor Schäden durch gezielte Desinformation im Internet.
"Gerade weil Meinungsbildung heute oft online stattfindet, reicht es nicht, von Falschinformationen gehört zu haben – man muss sie erkennen, Inhalte hinterfragen und Quellen zuverlässig prüfen können", forderte er. Für die Erhebung wurden 1003 Menschen ab 16 Jahren befragt. Davon nutzen 933 das Internet.
W.Nelson--AT