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Brasiliens Präsident kritisiert vorläufige Haftentlassung von Dani Alves auf Kaution
Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hat die Entscheidung eines spanischen Gerichts kritisiert, den wegen Vergewaltigung verurteilten brasilianischen Ex-Fußballstar Dani Alves gegen Kaution vorläufig aus der Haft zu entlassen. "Das Geld, das Daniel Alves besitzt, das Geld, des jemand ihm leihen könnte, kann nicht das Vergehen eines Mannes gegen eine Frau wiedergutmachen, die er vergewaltigt hat", erklärte Lula am Mittwochabend (Ortszeit) in Brasília.
Ein Gericht in Barcelona hatte am Mittwoch entschieden, Alves gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Euro aus dem Gefängnis zu entlassen. Außerdem müsse der 40-Jährige seinen spanischen und seinen brasilianischen Pass abgeben, wöchentlich bei Gericht vorstellig werden und zu seinem Opfer, der Wohnung der Frau und ihrem Arbeitsplatz mindestens einen Kilometer Abstand halten.
Die Anwältin des Vergewaltigungsopfers, Ester García, nannte die Entscheidung einen "Skandal" und sprach von "Justiz für Reiche".
Mehreren spanischen Medien zufolge könnte der Vater des brasilianischen Fußballstars Neymar die Kaution für Alves hinterlegen.
Alves war im Februar für schuldig befunden worden, im Jahr 2022 eine junge Frau in einer Diskothek in Barcelona vergewaltigt zu haben. Zusätzlich zu der Haftstrafe wurde Alves zu weiteren fünf Jahren auf Bewährung sowie einer Entschädigungszahlung von 150.000 Euro an das Opfer verurteilt. Alves' Anwälte legten umgehend Berufung gegen das Urteil ein.
E.Hall--AT