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Französische Schauspielerin Emmanuelle Béart outet sich als Missbrauchsopfer
Die französische Schauspielerin Emmanuelle Béart bekennt sich in einem Dokumentarfilm dazu, in ihrer Kindheit Opfer von Missbrauch in der eigenen Familie gewesen zu sein. Sie wolle die Identität des Familienmitglieds nicht preisgeben, das sie im Alter von 10 bis 14 Jahren missbraucht habe, sagte die Ko-Regisseurin Anastasia Mikova am Dienstag bei der Vorstellung des Films in Neuilly-sur-Seine. Es sei jedoch nicht Béarts Vater gewesen.
In ihrem Film "Un silence si bruyant" (Eine lärmende Stille) kommen vier weitere Menschen zu Wort, die nach eigenen Aussagen Opfer von Missbrauch in der eigenen Familie waren. "Ich wollte nicht selber sprechen, ich wollte anderen Raum zum Sprechen geben", sagte Béart in einer Videonachricht. Es sei "kein Film über Opfer", sondern über "Menschen, die Opfer waren, und die heute kämpfen", sagte sie der Zeitschrift "Elle". Der Dokumentarfilm solle in einer Sondervorstellung im Jugend-Staatssekretariat gezeigt werden, berichtete der Sender M6.
Nach Angaben einer unabhängigen Kommission zum Inzest und zum sexuellen Missbrauch von Kindern werden in Frankreich jährlich etwa 160.000 Kinder Opfer von sexueller Gewalt. Etwa 5,5 Millionen Erwachsene wurden in ihrer Kindheit missbraucht, in den meisten Fällen innerhalb der eigenen Familie.
E.Flores--AT