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Internationale Grüne Woche in Berlin offiziell gestartet
Nach zwei Jahren Pause hat die Internationale Grüne Woche in Berlin am Freitagmorgen offiziell wieder ihre Pforten geöffnet. Am Eröffnungsrundgang über die Agrarmesse nahmen neben Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) und Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) auch Bauernpräsident Joachim Rukwied und EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski teil, die zum Start ein grünes Band zerschnitten.
Die feierliche Eröffnung fand am Vorabend statt. Rukwied betonte dabei die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Der Krieg gegen die Ukraine habe gezeigt, "dass Ernährungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist", erklärte er. "Jetzt gilt es, das Thema Versorgungssicherheit nicht nur bei Energie, sondern auch bei Lebensmitteln endlich strategisch anzugehen", sagte er an die Politik gerichtet. Stabile Lieferketten und die Verfügbarkeit von Düngemitteln seien dabei "unerlässlich".
Özdemir zollte in seiner Rede der Ukraine - der "Kornkammer Europas" - und besonders den dortigen Bauern Respekt. "Landwirtinnen und Landwirte beackern unter Lebensgefahr von Beschuss und durch Minen ihre Felder", sagte der Minister. Sie stellten nicht nur die Versorgung der ukrainischen Bevölkerung sicher, sondern leisteten weiterhin auch weltweit einen wichtigen Beitrag.
Bis zum 29. Januar werden zur Grünen Woche in Berlin 1400 Aussteller aus 60 Ländern erwartet. Im Fokus stehen die Themen Ernährungssicherung, nachhaltige Landwirtschaft sowie Klimaschutz und Ressourcenschonung.
Anlässlich der Messe findet am Samstag auch eine Großdemonstration des Bündnisses "Wir haben es satt" statt, das eine soziale Agrarwende von der Regierung fordert.
W.Nelson--AT