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Literaturnobelpreis erfüllt Annie Ernaux mit Demut und Dankbarkeit
Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux erfüllt ihre diesjährige Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis mit Demut. Sie empfinde "Dankbarkeit", dass sie 65 Jahre nach dem verstorbenen fanzösischen Schriftsteller Albert Camus die Auszeichnung entgegennehmen dürfe, sagte die 82-jährige Autorin am Samstagabend in ihrer Dankesrede in Stockholm. Der Autor von Werken wie "Der Fremde" hatte den Literaturnobelpreis 1957 erhalten.
"Mich hier zu finden, fünfundsechzig Jahre später, lässt mich in einem tiefen Gefühl des Staunens und der Dankbarkeit zurück", sagte Annie Ernaux vor den 2000 Gästen, die sich im Stockholmer Rathaus versammelt hatten. Die Auszeichnung ihrer Arbeit verpflichte sie "zu noch höheren Ansprüchen bei der Suche nach (...) Realität und Wahrheit", sagte Ernaux.
Zusammen mit den Nobelpreisträgern für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft, die ebenfalls im Oktober bekannt gegeben worden waren, bekam Ernaux bei der traditionellen Zeremonie ihren Preis vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf überreicht.
Die Friedensnobelpreisträger aus der Ukraine, Russland und Weißrussland nahmen ihre Auszeichnung in Oslo entgegen. Dabei riefen sie dazu auf, den Widerstand gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine aufrechtzuerhalten.
H.Gonzales--AT