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US-Soldat wegen Wette mit Insiderwissen auf Festnahme von Maduro angeklagt
Ein US-Soldat ist wegen des mutmaßlichen Platzierens einer Wette mit Hilfe von vertraulichen Informationen auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen worden. Der 38-jährige Soldat soll mit Wetten zu dem Einsatz der US-Armee auf der auf Kryptowährung basierenden Prognosemarkt-Plattform Polymarket mehr als 400.000 Dollar (342.000 Euro) verdient haben, wie aus der Anklageschrift des US-Justizministeriums am Donnerstag hervorging.
Der Soldat war den Justizbehörden zufolge an der Planung und Ausführung des Einsatzes zur Festnahme Maduros beteiligt. "Unsere Männer und Frauen in Uniform werden mit vertraulichen Informationen betraut, damit sie ihren Auftrag erfüllen können und es ist ihnen untersagt, diese höchst sensiblen Informationen zu ihrem persönlichen finanziellen Vorteil zu nutzen", erklärte der amtierende US-Justizminister Todd Blanche.
Das US-Militär hatte am 3. Januar Ziele in der venezolanischen Hauptstadt Caracas angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seitdem leitet die ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin die Geschicke des südamerikanischen Landes.
Der US-Soldat wird laut Anklageschrift unter anderem des Überweisungsbetrugs und einer unzulässigen Geldtransaktion angeklagt. Sollte er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Höchststrafe von 50 Jahren Haft.
Es ist der jüngste Fall der Verwendung von Insiderwissen, um auf Entscheidungen der US-Regierung zu wetten. Anfang des Jahres hatten sechs Konten auf Polymarket 1,2 Millionen Dollar gewonnen, nachdem sie darauf gesetzt hatten, dass die US-Armee am 28. Februar den Iran angreifen würden. An genau diesem Tag brach der Iran-Krieg aus. Im Zusammenhang mit diesen Wetten wurden bislang keine Festnahmen vorgenommen. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass US-Präsident Donald Trump oder Mitarbeiter des Weißen Hauses mit den Wetten in Verbindung stehen.
Polymarket teilte mit, den Nutzer, der die Wetten platzierte, dem Justizministerium gemeldet und mit den Behörden kooperiert zu haben. "Insiderhandel hat auf Polymarket keinen Platz", erklärte das Unternehmen. "Die heutige Festnahme beweist, dass das System funktioniert."
P.Smith--AT