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Erdölhavarie in Brandenburg: Abtransport von Erde beginnt - Bach betroffen
Nach der Havarie an einer Erdölpipeline nahe der PCK-Raffinerie in Brandenburg hat die Beseitigung des Rohöls begonnen. Nachdem bereits am Mittwochabend mit dem Absaugen begonnen worden sei, werde nun die benetzte Erde zusammengeschoben, teilte eine PCK-Sprecherin am Donnerstag in Schwedt mit.
Bei der Havarie am Mittwochnachmittag in der Nähe von Gramzow in der Uckermark waren laut PCK rund 200.000 Liter Rohöl ausgetreten. Eine Fläche von rund zwei Hektar wurde verschmutzt. Das Leck war laut PCK bei vorbereitenden Arbeiten für einen Sicherheitstest an der Pipeline zwischen Rostock und Schwedt entstanden. Eine Sabotage wurde vorerst ausgeschlossen.
Laut Behörden lösten sich zwei Sicherungsbolzen an einer Schieberstation. In der Folge trat das Rohöl unter hohem Druck aus, zwei Menschen wurden laut dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern von dem austretenden Öl benetzt und mussten ambulant versorgt werden. Am Abend konnte das Leck nach rund zweieinhalb Stunden geschlossen werden.
Nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern gelangte das Öl dabei nicht nur in das Erdreich, sondern auch in einen Bach. Weitere Oberflächengewässer oder das Grundwasser waren ersten Erkenntnissen zufolge nicht betroffen. Behördenangaben zufolge sorgte der regennasse Boden dafür, dass das Öl nur in geringem Maße eindringen konnte. Die Polizei teilte mit, sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Boden- und Gewässerverunreinigung eingeleitet.
Der Bereich rund um den Unglücksort wurde laut PCK weiträumig abgesperrt, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Das kontaminierte Erdreich sollte zunächst auf einer Folie gesammelt und dann in Containern abtransportiert werden, wie die uckermärkische Landrätin Karina Dörk (CDU) im Rundfunk Berlin-Brandenburg sagte. Dafür sollte eigens eine Zufahrt eingerichtet werden. Sie gehe davon aus, dass der Abtransport einige Tage in Anspruch nehmen werde, sagte Dörk.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dankte den Einsatzkräften und den Betreibern für ihre schnelles und koordiniertes Eingreifen. Dadurch habe das Leck zügig geschlossen werden können. Die Versorgung von Berlin und Brandenburg mit Kraftstoffen und Heizöl sei derzeit nicht gefährdet, betonte er.
Auch die PCK-Sprecherin teilte mit, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den Raffineriebetrieb. Die Bestände reichten für eine Überbrückung kurzzeitiger Lieferunterbrechungen. Eine Beschädigung der Pipeline liege nicht vor, so dass parallel die Wiederinbetriebnahme vorbereitet werden könne.
G.P.Martin--AT