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Deutsche Bahn verkleinert Vorstand und streicht Zahl der Führungskräfte deutlich
Mit schlankeren Strukturen will die neue Vorstandschefin Evelyn Palla die kriselnde Deutsche Bahn (DB) zurück in die Spur bringen. Ab dem 1. Januar 2026 werde der Konzernvorstand verkleinert, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Zudem sollen auf den Ebenen unterhalb des Konzernvorstands "viele Funktionen und Abteilungen" wegfallen. Ziel sei "eine deutlich leistungsfähigere und damit kundenfreundlichere DB". Der Konzern will zudem 140 Millionen Euro für "ein besseres Kundenerlebnis" investieren.
Eine bessere Bahn brauche einen "konsequenten Neustart und ein radikales Umdenken auf allen Ebenen", erklärte Palla, die ihr Amt Anfang Oktober angetreten hatte. Die neue Konzernstruktur soll nach Unternehmensangaben Verantwortlichkeiten klarer zuordnen und Strukturen sowie Arbeits- und Entscheidungswege verschlanken.
Konkret soll der Konzernvorstand künftig nur noch sechs Vorstandsressorts haben. Die zwei Vorstandsressorts Technik/Digitalisierung und Infrastruktur werden aufgelöst. Auf den Ebenen unterhalb des Konzernvorstands streicht die Bahn nach eigenen Angaben "eine komplette Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene". Zudem werde die erste Führungsebene von heute 43 auf künftig 22 Organisationseinheiten reduziert - und damit die Anzahl der Führungskräfte "deutlich" verringert.
In den ersten Monaten des kommenden Jahres starte zudem das "Sofortprogramm" für die Reisenden der Bahn, kündigte der Konzern an. Dabei gehe es um mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs, eine bessere Kundenkommunikation sowie mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Die DB setze beispielsweise mobile Reinigungsteams ein und intensiviere so die Reinigung vor und während der Zugfahrt. Reisende müssten sich zudem auf eine funktionierende Bordgastronomie und Toiletten verlassen können.
ilo
Y.Baker--AT