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BundID: Hunderttausende inaktive Konten gelöscht - Nutzungsrate steigt aber
Die Bundesregierung will die Digitalisierung der Verwaltung seit Jahren vorantreiben. Die Zahl der dazu bereitgestellten Nutzerkonten für Bürgerinnen und Bürger ist aber seit Ende 2024 um mehrere hunderttausend gefallen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Bundesdigitalministerium erfuhr. Grund ist demnach die Löschung inaktiver Konten. Die monatliche Nutzungsrate des sogenannten BundID-Angebots hat sich den Angaben zufolge aber seit dem vergangenen Jahr verdoppelt.
Mit der BundID können sich Bürgerinnen und Bürger eindeutig identifizieren, wenn sie Online-Dienstleistungen von Bund, Ländern oder Gemeinden nutzen. Sie ist inzwischen an fast 1800 Onlinedienste, Plattformen oder Portale angebunden. Mit der BundID lassen sich etwa Anträge auf Elterngeld oder Bafög stellen, der Wohnsitz anmelden oder das neue Auto zugelassen werden.
Das Bundesdigitalministerium gab die Zahl der aktiven BundID-Konten zum 11. August nun mit gut 4,9 Millionen an. Ende 2024 waren es demnach noch knapp 5,3 Millionen gewesen.
"Der Rückgang der Anzahl der Nutzerkonten erklärt sich durch die automatische Löschung von inaktiven Konten im ersten Quartal 2025", sagte ein Sprecher des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. "Hintergrund ist, dass aufgrund datenschutzrechtlicher Regelungen Nutzerkonten nach 24 Monaten Inaktivität gelöscht werden müssen."
Wesentlicher Faktor dürften demnach Konten gewesen sein, die von Schülern und Studierenden 2023 eingerichtet wurden. Die BundID war damals Voraussetzung, um eine Einmalzahlung von 200 Euro als Ausgleich für die gestiegenen Energiepreise zu erhalten.
Seit Mai 2025 werde aber wieder ein Anstieg der Zahl der BundID-Nutzerkonten um durchschnittlich 154.000 pro Monat verzeichnet, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Zudem habe sich die Zahl der Nutzungen pro Monat seit 2024 verdoppelt. Die durchschnittliche Summe der BundID-Logins stieg demnach von rund einer auf zwei Millionen monatlich.
Welche Online-Verwaltungsdienstleistungen von den Bürgerinnen und Bürgern am stärksten genutzt werden, konnte das Ministerium nicht sagen. Aktuell sei eine genaue Aussage dazu über die Statistiken zur BundID nicht möglich.
P.Smith--AT