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China nimmt wegen Autozöllen kanadische Raps- und Chemieimporte ins Visier
Nach Kanadas Entscheidung für Zusatzzölle auf chinesische E-Autoimporte nimmt China bestimmte kanadische Waren ins Visier. Das Handelsministerium in Peking kündigte am Dienstag "Anti-Dumping-Untersuchungen" zu aus Kanada importiertem Raps sowie chemischen Produkten an. Im Ergebnis könnten Zusatzzölle eingeführt werden. Chinesische Unternehmen litten unter unfairem Wettbewerb durch diese Produkte, hieß es zur Begründung.
Kanada hatte in der vergangenen Woche zusätzliche Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Elektroautos aus chinesischer Produktion angekündigt. Die Abgabe soll ab Oktober zusätzlich zu dem bestehenden Einfuhrzoll von 6,1 Prozent erhoben werden. Sie wird den Angaben zufolge neben Elektroautos auch für bestimmte Hybrid-Pkw, Lastwagen, Busse und Lieferfahrzeuge fällig.
Die Zölle entsprechen den Maßnahmen der US-Regierung, die ebenfalls Aufschläge von 100 Prozent eingeführt hat. Auch die EU hat Strafzölle angekündigt, die mit bis zu 36,3 Prozent aber deutlich niedriger liegen. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Chinas Autohersteller unter anderem wegen staatlicher Subventionen derzeit massive Überkapazitäten schüfen und damit den Markt überschwemmten.
Gegenüber der EU hat Peking bereits eine Reihe von "Anti-Dumping-Untersuchungen" eingeleitet, die sich unter anderem gegen Schweinefleisch, Branntwein und andere Agrarprodukte richten. Bislang folgten daraus aber keine konkreten Maßnahmen.
R.Lee--AT