-
Hessen: Wegen Anschlagsplans verurteilter früherer Soldat Franco A. aus Haft entlassen
-
Höchster Wert seit Ende 2023: Inflationsrate steigt voraussichtlich auf 3,3 Prozent
-
Nach Festnahme in Hessen: Mutmaßlicher früherer IS-Kämpfer in Haft
-
Gericht: Berliner Tiktokerin darf Schwein nicht in Altbauwohnung halten
-
Kiew: Russland startet vor Wintereinbruch neue Offensive gegen Energieinfrastruktur
-
Berufungsgericht in Ungarn verringert Haftstrafe für Maja T. auf sieben Jahre
-
Bundeskabinett beschließt Pflegereform - aber weiter Kritik
-
Milliardenklage nach gescheiterter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig
-
Ostbeauftragte: Ungleich verteilte Finanzen erschweren Aufstieg im Osten
-
Endgültiges Ergebnis bestätigt Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern
-
Leichenschändungen in Klinik: Fünf Jahre Haft für 40-Jährigen in Bielefeld
-
"Rheinische Post": Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro pro Monat
-
Freundin in Streit mit Faustschlägen getötet: 46-Jähriger in Berlin verurteilt
-
Nach mehr als einem Jahrzehnt: USA beenden Anti-IS-Militäreinsatz im Irak
-
Guardiola stützt ManCity: "Ich bin hier - mehr denn je"
-
Höchster Wert seit Ende 2023: Inflationsrate steigt im September voraussichtlich auf 3,3 Prozent
-
Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen
-
Niedrige Füllstände: Reiche ordnet mehr Gaseinspeicherung an
-
Israelischer Minister: "Terrorist" wollte Flydubai-Flugzeug zum Absturz bringen
-
Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen auf Energieinfrastruktur
-
DFB-Team bangt um Einsatz von Schlotterbeck
-
Unterdrückung von Samen in Schweden: Wahrheitskommission fordert Wiedergutmachung
-
Linnemann zu Pflegereform: "Werden Einsparungen vornehmen müssen"
-
Paparazzi vor Schule: Sprecher von Prinz Harry kritisiert "rücksichtslose" Fotografen
-
Schülerproteste in Frankreich: Regierung zeigt Verständnis - verurteilt aber Gewalt
-
Kabinettsbeschluss: Neues Gesetz soll Angriffe auf Einsatzkräfte strenger ahnden
-
Mietwagen unberechtigt verkauft: Käufer darf Auto laut Gericht behalten
-
Drei Syrer wegen Mitgliedschaft in islamistischer Rebellengruppe in Berlin vor Gericht
-
Medienberichte über Prügelei im Cockpit: Flugzeuge landet außerplanmäßig in Saudi-Arabien
-
Burnham schließt Rückkehr Großbritanniens in EU nicht aus: Eine von mehreren Optionen
-
Drohnenerkennungssystem am Flughafen Berlin Brandenburg in Betrieb genommen
-
Streit beigelegt: Bundeskabinett beschließt Pflegereform
-
Arbeitslosigkeit sinkt im September leicht - Herbstbelebung startet aber schwach
-
Übernahme von Tegut-Filialen durch Edeka: Monopolkommission warnt vor Folgen für Wettbewerb
-
Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen
-
Rheinland-Pfalz: Hund gilt bei artgerechtem Abwehrverhalten nicht als gefährlich
-
Kfz-Haftpflicht: 7,4 Millionen Autofahrer werden in höhere Typklasse eingestuft
-
Nach langem Streit: Kabinett befasst sich mit Pflegereform
-
Ostbeauftragte fordert Finanzausgleich bei Einnahmen aus Erbschaftsteuer
-
Mutmaßlicher ehemaliger IS-Kämpfer in Hessen festgenommen
-
Berufungsurteil in Ungarn: Haftstrafe für Maja T. auf sieben Jahre verringert
-
USA beenden offiziell Militäreinsatz im Irak
-
Partnerin getötet: Elf Jahre Haft für 37-Jährigen in Niedersachsen
-
BUND kritisiert mögliche Preiserhöhung von Deutschlandticket als inakzeptabel
-
Südkoreas Geheimdienst: Nordkoreanischer Machthaber Kim "extrem fettleibig"
-
Syrer in Rheinland-Pfalz wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen festgenommen
-
Razzia gegen Rechtsrock: Fast 400 Polizisten im Einsatz
-
Filmreifer Einsatz gegen Dieseldiebe: Lastwagenfahrer auf Motorhaube mitgenommen
-
Mittelmaß? Matthäus sieht "Mentalitätsproblem" bei DFB-Elf
-
Pflegebeauftragte zuversichtlich zu Kabinettsbeschluss von Pflegereform
Habeck hält Klimaziele 2030 für erreichbar - Kritik von Umweltverbänden
Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sinken deutlicher als erwartet - allerdings auch wegen der schwachen Konjunktur. Wie das Umweltbundesamt am Freitag bekanntgab, ist die Erreichung der Klimaziele 2030 "in Sicht". Die Daten zeigten "erstmals, dass wir auf Kurs sind", sagte auch Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) und sprach von einem Erfolg von Klimaschutzmaßnahmen. Weil die Entwicklung zum Teil auch der Wirtschaftsflaute zuzuschreiben ist, sieht Habeck aber "Licht und Schatten". Umweltverbände forderten indes konsequenteren Klimaschutz.
"Wenn wir jetzt weiter hart daran arbeiten und bis 2030 weitermachen, ist die Klimaneutralität 2040 zu erreichen", sagte Umweltbundesamts-Präsident Dirk Messner. Die Zahlen zeigten, dass Klimaschutz gelingen könne, betonte Habeck, auch wenn der Rückgang an CO2-Emissionen auch mit einem Schrumpfen der energieintensiven Produktion in Deutschland zu begründen sei. Dies sei "nichts, das man ins Schaufenster stellen kann".
2023 sanken die Emissionen gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent. Vor allem der Energiesektor hat einen erheblichen Anteil an den Einsparungen. Rückgänge beim CO2-Ausstoß gibt es auch bei der Industrie. Die Gründe seien der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Umstieg von Kohle auf Gas. Die konjunkturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft führte zudem zu einer geringeren Energienachfrage.
Im Gebäudesektor wurden wegen milder Witterung und privater Energiesparmaßnahmen weniger Treibhausgase ausgestoßen, die Ziele jedoch leicht verfehlt. Die Projektionen zeigten, "dass die Richtung stimmt und die Energiewende im Gebäudesektor deutlich an Fahrt aufgenommen hat", betonte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD).
Das "Sorgenkind des Klimaschutzes" bleibe der Bereich Verkehr, sagte Messner. Der lediglich minimale Rückgang in diesem Sektor könne nur durch deutlich größere Rückgänge in anderen Bereichen kompensiert werden. Vor allem die Entwicklung der E-Mobilität hänge noch hinter den Erwartungen zurück, sagte Messner. Außerdem seien die internationalen Flüge von und nach Deutschland wieder auf Vor-Pandemie-Niveau angekommen.
Die projizierten Treibhausgasemissionen bis 2030 weisen insgesamt einen Rückgang um knapp 64 Prozent im Vergleich zu 1990 aus. Im Bericht von 2021 war dagegen nur eine Minderung um 49 Prozent erwartet worden. Habeck betonte, dass Deutschland so "sogar unter den Vorgaben" liege und rief die Gesellschaft dazu auf, "auf Kurs zu bleiben". Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei eine "Erfolgsgeschichte".
Allerdings sind die jüngsten Einsparungen infolge des Karlsruher Haushaltsurteils und die möglichen Auswirkungen auf Klimaschutzmaßnahmen noch nicht in der Projektion berücksichtigt.
Die Grünen-Co-Fraktionschefin im Bundestag, Katharina Dröge, nannte die Daten eine "sehr wichtige Nachricht, die Mut und Hoffnung macht." Die Zahlen seien "ein sehr gutes Ergebnis unserer Klimaschutzpolitik. Sie zeigen: Klimaschutz wirkt, wenn ein politischer Wille besteht und entschlossen gehandelt wird."
Die Union sieht in den Zahlen hingegen kein Verdienst der Ampel-Regierung. "Die Emissionen sinken, weil die Wirtschaft schrumpft und Industrie abwandert. Das als Erfolg zu verkaufen, ist schon eine neue Form der Dreistigkeit", sagte Fraktionsvize Jens Spahn (CDU).
Die Linken-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Carola Rackete, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Berechnungen Habecks stünden "auf wackeligen Beinen", weil das Umweltbundesamt die Kürzungshaushalte nicht berücksichtigt hat. "Ohne Geld sind alle geplanten Maßnahmen Luftschlösser", so Rackete. Die deutschen Klimaziele reichten "bei weitem nicht aus, um die Klimakrise zu bewältigen".
Auch Umweltverbände fordern von der Bundesregierung konsequentere Maßnahmen. "Niemand darf eine kriselnde Wirtschaft mit Klimaschutz verwechseln", erklärte Martin Kaiser von Greenpeace. Der Verkehrsclub Deutschland warnte, dass das "Versagen" im Mobilitätssektor die nationalen und europäischen Klimavorgaben gefährde.
Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF, betonte, dass Emissionsrückgang nur wirkungsvoll sei, "wenn er auf strategischem Klimaschutz und dem zukunftsfähigen Umbau der Wirtschaft fußt". Die Zahlen seien "kein Freibrief für die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz", sagte BUND-Chef Olaf Bandt. "Ausruhen auf Zufallsgewinnen ist nicht angebracht."
H.Romero--AT