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Siebenjährigen Sohn im Schlaf erstochen: Prozess gegen Vater in Bremen begonnen
Vor dem Landgericht Bremen hat am Donnerstag ein Mordprozess gegen einen 47-Jährigen begonnen, der seinen schlafenden siebenjährigen Sohn mit einem Messer erstochen haben soll. Der laut Anklage zur Tatzeit an einer psychischen Störung leidende Beschuldigte gestand den tödlichen Angriff nach Angaben eines Gerichtssprechers zum Verfahrensauftakt in einer längeren persönlichen Einlassung. Er befindet sich vorläufig in einer geschlossenen Psychiatrie.
Die Tat ereignete sich vor rund einem halben Jahr nachts in der Wohnung des Angeklagten in Bremen. Laut Anklageschrift stach der Mann seinem Sohn ein Messer in Brust und Hals, so dass dieser verblutete. Danach verletzte er sich selbst mit dem Messer schwer. Er habe ebenfalls sterben wollen, sagte er dem Gerichtssprecher zufolge während der Aussage im Prozess am Donnerstag.
Der Beschuldigte berichtete demnach außerdem von der damaligen familiären Situation. Er und die Mutter seiner Kinder hätten in Trennung gelebt, aus seiner Sicht habe es auch Probleme im Umgang mit den Kindern gegeben. Er habe daher beschlossen, es sei für seinen Sohn und ihn das Beste, zu sterben.
Laut Staatsanwaltschaft war die Schuldfähigkeit des Manns zum Zeitpunkt des Verbrechens wegen einer psychischen Störung stark vermindert. Für den Prozess setzte das Gericht zunächst Verhandlungstermine bis Ende April an.
W.Nelson--AT