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Hamas-Angriff auf Israel: Fluggesellschaften streichen Flüge nach Tel Aviv
Wegen des Großangriffs der radikalislamischen Hamas auf Israel haben Fluggesellschaften in aller Welt am Wochenende Dutzende Flüge in das Land gestrichen. Wie am Samstag auf den Ankunftstafeln des Ben-Gurion-Flughafens in Tel Aviv zu lesen stand, strichen unter anderem die Lufthansa, Air France, Ryanair, Emirates, Aegan Airlines und American Airlines Verbindungen in die israelische Metropole. Das Auswärtige Amt in Berlin rät derzeit "dringend" von Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete ab.
Ein Sprecher von Deutschlands größter Fluggesellschaft Lufthansa erklärte am Abend: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Israel streicht Lufthansa alle Flüge von und nach Tel Aviv bis einschließlich Montag." Das Unternehmen beobachte "die Sicherheitslage in Israel kontinuierlich" und stehe "in engem Kontakt mit den Behörden". Auch die zum Lufthansa-Konzern gehörende Fluggesellschaften Brussels Airlines, Swiss und Austrian Airlines schlossen sich der Entscheidung der Lufthansa an.
Die Lufthansa erklärte sich "bereit, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um Rückführungen oder Hilfsflüge zu organisieren". Die Situation sei "sehr unvorhersehbar", erklärte der Sprecher. Am Montagmorgen werde für das weitere Vorgehen eine neue Lageeinschätzung vorgenommen.
Die radikalislamische Hamas hatte am Samstagmorgen mit Raketenangriffen vom Gazastreifen aus einen neuen Krieg gegen Israel gestartet, außerdem drangen Kämpfer vom Gazastreifen aus in israelisches Gebiet ein. Israel reagierte mit Vergeltungsangriffen.
Das Auswärtige Amt rät derzeit "dringend" von Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete ab. Reisende, die schon in Israel sind, sollten sich in den Medien über die Lage auf dem Laufenden halten und unbedingt die Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte befolgen, erklärte das Ministerium am Samstag. Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, forderte seine Landsleute eindringlich auf, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten.
Ähnlich wie die Lufthansa strich auch Air France seine Flüge nach Tel Aviv nach eigenen Angaben "bis auf Weiteres". Den Kunden soll es einem Sprecher zufolge ermöglicht werden, ihre Reise kostenlos zu verschieben oder zu stornieren. Air France fliegt normalerweise zweimal täglich nach Tel Aviv.
Transavia, die Billigtochter von Air France-KLM, kündigte derweil an, dass sie alle Flüge von Paris und Lyon nach Tel Aviv bis einschließlich Montag streichen werde.
Darüber hinaus sagte die polnische Fluggesellschaft LOT am Samstag nach eigenen Angaben ihre Flüge von Warschau nach Tel Aviv ab. Zu den kommenden Tagen machte die Fluglinie zunächst keine Angaben.
Die italienische Fluggesellschaft Ita Airways teilte mit, dass sie ihre Flüge bis mindestens Sonntagmorgen gestrichen habe, "um die Sicherheit von Passagieren und Besatzung zu gewährleisten". Auch die spanische Fluggesellschaft Iberia teilte in Onlinenetzwerken mit, dass ihre Billigtochter Iberia Express ihre Flüge von und nach Tel Aviv "aufgrund der Situation in Israel" streichen werde.
Ebenso erklärte die griechische Fluglinie Aegean Airlines im früher Twitter genannten Onlinedienst X, "dass sie am Samstag für 48 Stunden alle Flüge vom und zum Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv eingestellt" habe.
Die ungarische Billigfluglinie Wizz Air kündigte derweil auf ihrer Webseite an, dass sie am Sonntag alle Flüge von und nach Israel streichen und dass zu gegebener Zeit über die Verbindungen der folgenden Tage informieren werde. Auch die kanadische Fluggesellschaft Air Canada stellte ab Sonntag ihre Flüge von Toronto und Montreal nach Tel Aviv für 48 Stunden ein.
A.Taylor--AT