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Airlines befürchten Streiks während der Sommersaison
Europäische Fluggesellschaften haben vor Streikwellen und massiven Beeinträchtigungen des Flugverkehrs während der Sommersaison gewarnt. "Mit dem Beginn der Sommersaison ist die Gefahr groß, dass Streiks die Reisepläne von Millionen von Fluggästen zunichte machen", erklärte der Airline-Verbund A4E am Dienstag. Von der EU-Kommission forderte er Maßnahmen, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.
A4E spricht sich unter anderem dafür aus, dass es vor Fluglotsenstreiks ein "obligatorisches Schiedsverfahren" geben sollte. Außerdem solle eine "21-tägige Ankündigungsfrist" für Streiks gelten. Besondere Maßnahmen sollten zudem getroffen werden, damit Arbeitskämpfe in einem Land nicht dessen Überflug beeinträchtigen.
Mitte April hatte die europäische Flugaufsicht Eurocontrol geschätzt, dass seit Anfang März rund 30 Prozent der Flüge in Europa und mehr als zehn Millionen Fluggäste von Auswirkungen der Streiks französischer Fluglotsen betroffen waren. Einige Fluglotsen hatten sich der Protestbewegung gegen das umstrittene Rentengesetz von Präsident Emmanuel Macron angeschlossen, was sich nicht nur auf Starts und Landungen in Frankreich sondern auch Überflüge auswirkte.
Verspätungen und Ausfälle wegen Streiks sind zudem nicht das einzige sich häufende Ärgernis für Flugreisende. Eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Datenspezialisten Sita, der auf IT-Lösungen für den Luftverkehr spezialisiert ist, ergab, dass die Zunahme des Flugverkehrs nach der Corona-Pandemie mit einer massiven Häufung von Problemen beim Gepäcktransport einher ging.
Im Jahr 2022 gingen demnach im Schnitt 7,6 Gepäckstücke pro 1000 Passagiere verloren, wurden beschädigt oder zu spät geliefert. Im Vorjahr waren es noch 4,35 gewesen. Insgesamt waren 26 Millionen Gepäckstücke weltweit betroffen.
"Nachdem sich die Fehlerrate zwischen 2007 und 2021 mehr als halbiert hatte, ist es jetzt entmutigend zu sehen, dass diese Rate wieder ansteigt", sagte David Lavorel, Geschäftsführer von Sita. "Als Branche müssen wir hart daran arbeiten, dass die Fluggäste wieder das Vertrauen haben, ihr Gepäck aufzugeben."
A.Anderson--AT