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Papst warnt vor sinkender Geburtenrate in Italien
Papst Franziskus hat die Politik dazu aufgefordert, Lösungen für die sinkende Geburtenrate in Italien zu finden. Junge Menschen "leben in einem sozialen Klima, in dem es zu einem kolossalen Kraftakt wird, eine Familie zu gründen", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Freitag bei einer Konferenz in Rom. Er forderte italienische Politikerinnen und Politiker dazu auf, Lösungen für den "demografischen Winter" zu finden.
Der 86-jährige Papst eröffnete den zweiten Tag der Konferenz, bei der Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die schrumpfende Zahl der in Italien geborenen Babys diskutierten. Als Gründe für die Entwicklung nannte Franziskus die schwierige Zukunftsplanung, geringe Gehälter und hohe Mieten in Italien. "Wir müssen fruchtbaren Boden für einen neuen blühenden Frühling schaffen und diesen demografischen Winter hinter uns lassen", sagte der Pontifex. Er forderte eine "zukunftsgerichtete Politik".
Die Konferenz hatten die Organisatoren der Birthrate Foundation (Geburtenrate-Stiftung) mit einer provokativen Frage beworben: "Haben Sie sich je eine Welt ohne Babys vorgestellt?". Im Vordergrund der Redebeiträge standen Themen wie Sozialleistungen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Steuerentlastungen als Ansätze zur Erhöhung der Geburtenrate.
Im vergangenen Jahr war die Geburtenrate in Italien nach Angaben des Statistikamts Istat mit 393.000 zur Welt gekommenen Kindern erstmals unter die Marke von 400.000 gesunken. Im selben Jahr gab es in Italien 713.499 Todesfälle.
E.Hall--AT