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Britische Wettbewerbsbehörde blockiert Activision-Übernahme durch Microsoft
Die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) hat die Übernahme des Videospielentwicklers Activision Blizzard durch den Software-Konzern Microsoft blockiert. Es sei zu befürchten, dass der Zusammenschluss "zu weniger Innovation und weniger Auswahl für britische Spieler" im Bereich des Cloud-Gamings führe, erklärte die CMA am Mittwoch. Die beiden betroffenen Unternehmen kündigten an, gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen.
"Microsoft genießt bereits eine starke Position und einen Vorsprung gegenüber anderen Wettbewerbern im Bereich Cloud-Gaming", erklärte der Vorsitzende des zuständigen CMA-Expertenausschusses, Martin Coleman. Beim Cloud-Gaming läuft das Spiel nicht lokal auf dem Gerät, sondern über einen Server. So kann von verschiedenen Geräten darauf zugegriffen werden. Der Zusammenschluss von Activision und Microsoft "würde dem Unternehmen die Möglichkeit geben, neue und innovative Wettbewerber zu untergraben", erklärte Coleman.
Microsoft ist auf dem Videospielmarkt vor allem mit seiner Konsole Xbox vertreten. Activision Blizzard steht hinter Erfolgsspielen wie "Call of Duty", "World of Warcraft" und "Candy Crush". Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View hat für die Übernahme 69 Milliarden Dollar (62,4 Milliarden Euro) geboten.
Microsoft hatte die Pläne im vergangenen Januar angekündigt. Durch den Kauf würde das weltweit drittgrößte Videospiel-Unternehmen entstehen. Auch weitere Wettbewerbsbehörden, etwa in den USA und in der EU, haben wettbewerbsrechtliche Untersuchungen der Übernahmepläne eingeleitet.
Microsoft-Vize Brad Smith erklärte, sein Unternehmen stehe auch nach der CMA-Entscheidung "voll und ganz hinter dieser Übernahme und wird Berufung einlegen". Activision kritisierte, die Entscheidung zeige, dass Großbritannien entgegen Beteuerungen der Regierung kein offener Markt für neue Technologie sei. "Wir werden aggressiv mit Microsoft zusammenarbeiten, um dies in der Berufung rückgängig zu machen."
A.Taylor--AT