-
LPGA: Haeran schreibt mit 60er-Runde Major-Geschichte
-
Sechs Tote und Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf die Ukraine
-
Merlier auch in Bergerac der Sprinterkönig - Ackermann Siebter
-
Südafrikas WM-Teilnehmer Adams mit 25 Jahren verstorben
-
Gut 21.000 künstliche Glatzen: Skurriler Rekord bei Konzert von US-Rapper Pitbull
-
Widerstand gegen Forderungen nach Aufschub bei Klimazielen aus Grünen und SPD
-
DFB mit Klopp über "Eckpunkte eines Vertrages" einig
-
Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung
-
WDR: Linksextreme Gruppe bekennt sich zu Anschlag auf NRW-Bahnstrecke
-
Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters
-
Pilot bei Absturz von Ultraleichtflugzeug in Niedersachsen verletzt
-
Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045
-
252 Millionen: Wembanyama verlängert bei den Spurs
-
Nach dem Tod von britischer Ex-Ministerin festgenommener Mann wieder frei
-
Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser
-
Selenskyj: Elf Verletzte bei russischen Angriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD bekräftigt Ziel Regierungsübernahme
-
6600 Hektar Land durch Waldbrand in Spanien zerstört - Wetterbedienungen bessern sich
-
Grüne schlagen für Sommerferien 49-Euro-Ticket für Familien vor
-
Kane plaudert über "surreales" Treffen mit Trump beim Golf
-
Geiselnahme in Berlin beendet - Täter mit Taser überwältigt
-
Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor
-
Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum
-
Mehr als 14.000 Menschen bringen sich in Taiwan vor Taifun "Bavi" in Sicherheit
-
Schnieder räumt Defizite bei Generalsanierungen von Bahnstrecken ein
-
Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug
-
Vinicius Júnior entschuldigt sich bei Fans
-
Mission Klopp: DFB-Spitze trifft sich mit Wunsch-Bundestrainer
-
Geiselnahme in Berlin: Mann hält Frau in Supermarkt seit Stunden in seiner Gewalt
-
Trump: Iran wird bei Mordanschlag auf mich "vollständig vernichtet"
-
Aldag kritisiert Evenepoel: "Absolut unnötig"
-
"Bleibe hungrig": Zverev hat Lust auf Nachschlag
-
Wadephul kündigt gemeinsame Libanon-Initiative mit Frankreich an
-
Havanna-Syndrom: US-Regierung zahlt Betroffenen erste Entschädigungen
-
Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke
-
Nach Trump-Drohung verschobene Brücken-Öffnung nach Kanada soll nun stattfinden
-
Zum zweiten Mal in fünf Tagen: Neuer landesweiter Stromausfall in Kuba
-
Hunderte Babys in Peru nach Norwegens Fußballstar Erling Haaland benannt
-
Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf
-
Erstmals seit vier Jahren: Harry und Familie von Charles und Camilla empfangen
-
Rufe nach Aufschub der Klimaneutralität Deutschlands um fünf Jahre
-
Zahl der Erdbeben-Toten in Venezuela steigt auf über 4000
-
Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
-
Taylor Swift zahlt New York umgerechnet 140.000 Euro für Hochzeit
-
Merino rettet Spanien: Jetzt Giganten-Duell gegen Frankreich
-
Britische Polizei nimmt nach Tod von Ex-Ministerin Mordermittlungen auf
-
Regisseur Christopher Nolan hat für "KI-Schmodder" nichts übrig
-
US-Zeugen widersprechen ICE nach Todesschüssen auf Mexikaner
Branche erwartet bis zu sechs Millionen neue Abonnenten durchs Deutschlandticket
Wenige Tage vor dem Start sind rund 750.000 Deutschlandtickets verkauft worden - die Branche rechnet aber mit bis zu sechs Millionen neuen Abonnentinnen und Abonnenten in den kommenden Wochen. Dazu dürften weitere elf Millionen Menschen kommen, die von ihrem aktuellen Abo in ein günstigeres Deutschlandticket wechseln werden. Das 49-Euro-Ticket dürfte aber bald keines mehr sein: "Ich gehe davon aus, dass wir den Preis erhöhen müssen", sagte am Dienstag der Präsident des Branchenverbands VDV, Ingo Wortmann.
Das bundesweit im Regional- und Nahverkehr gültige Ticket startet am 1. Mai. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) lobte das Ticket erneut: Das Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werde so einfach wie nie zuvor. "Wir machen Schluss mit kompliziert und anstrengend, Schluss mit Rätselraten vor einem Ticketautomaten, Schluss mit Fragen nach Waben, Stufen und Kreisen." Das Deutschlandticket sei "ein echter Fortschritt für unser Land". Es habe "das Zeug zum echten Gamechanger".
Die Bundesregierung betont dabei stets, dass das Angebot von 49 Euro pro Monat lediglich ein "Einführungspreis" sei. Auch deshalb ist in der offiziellen Kommunikation stets die Rede vom Deutschlandticket, nicht vom 49-Euro-Ticket. Der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nannte am Dienstag Gründe für eine aus seiner Sicht absehbare Verteuerung: "Inflationsbedingt, Personale werden teurer, Material wird teurer."
Die Bundesländer, welche die Kosten für das Ticket zur Hälfte tragen, hatten im Gesetzgebungsverfahren darauf gedrungen, den Preis künftig maßgeblich in Abhängigkeit von der Nachfrage zu gestalten: Sollten weniger Menschen als geplant sich für das Ticket entscheiden, sollten die Einnahmelücken über Preiserhöhungen ausgeglichen werden.
Wissing wollte sich am Dienstag dazu nicht äußern. Es gebe keinen "schlagartigen" Ansturm auf das Deutschlandticket, "sondern das wird ein kontinuierlicher Anstieg sein", sagte er. "Und deswegen müssen wir noch etwas Geduld haben, um solche Fragen beantworten zu können."
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Berliner Hauptbahnhof betonte Evelyn Palla, Chefin des Regionalverkehrs bei der Deutschen Bahn, die Vorteile des Deutschlandtickets als Job-Ticket: "Mit dem Arbeitgeber-Zuschuss zahlen Abonnentinnen und Abonnenten nur 34,30 Euro für die bundesweite ÖPNV-Flatrate." Damit sei das Deutschlandticket ein "echter Booster" für die Verkehrswende.
VDV-Vizepräsident Knut Ringat sagte, Job-Tickets gehörten bereits zu den meistverkauften ÖPNV-Abos. Bundesweit seien mehrere Millionen Menschen damit mobil. "Das künftig doppelt oder dreifach so viele Menschen mit einem Job-Ticket unterwegs sind, ist durchaus denkbar."
Verbandspräsident Wortmann warb um Geduld, was einheitliche Regelungen etwa zur Mitnahme betrifft. "Jetzt wird im Markt getestet, was so alles geht und was Sinn macht", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Und das werden wir sehr genau evaluieren müssen. Ich denke aber, dass wir nach ein, zwei Jahren Evaluation dann auch wirklich entscheiden müssen, was behalten wir bei und was nicht."
Die Politik nahm Wortmann mit Blick auf künftige Preiserhöhungen in die Pflicht: Es liege an der öffentlichen Hand, dafür zu sorgen, dass die absehbare Preiserhöhung "nicht allzu stark ausfällt, um die Kundinnen und Kunden nicht von Anfang an zu überfordern".
Bundestag und Bundesrat hatten im März das Gesetz zur Einführung des Tickets beschlossen. Darin geht es in erster Linie um die Finanzierung: Der Bund beteiligt sich in den Jahren 2023 bis 2025 mit jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Hälfte. Die sogenannten Regionalisierungsmittel, die der Bund den Ländern für den öffentlichen Nahverkehr zahlt, werden entsprechend erhöht.
Im laufenden Jahr übernimmt der Bund außerdem die Hälfte der Kosten, die durch die Einführung des Tickets entstehen. Die Finanzierung des Deutschlandtickets über 2025 hinaus soll später gesetzlich geregelt werden.
Kritiker monieren, niedrigere Tarife könnten das unzureichende Angebot nicht ersetzen. Die Länder fordern bereits mehr Geld vom Bund. Sie argumentieren, aufgrund der Klimaschutzziele im Bereich Verkehr sei ein Ausbau des Nahverkehrsangebots zwingend.
O.Gutierrez--AT