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Apotheken: Gesundheitsministerium muss E-Rezept-Finanzierung sicherstellen
Der Apothekerverband hat das Bundesgesundheitsministerium dazu aufgefordert, die Finanzierung der Technik für die E-Rezepte ab Juli zu sichern. Nach dem Scheitern entsprechender Verhandlungen mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müsse das Ministerium die monatlichen Pauschalen festlegen, damit die Krankenkassen die Zahlungen an die Apotheken leisten könnten, teilte der Apothekerverband am Donnerstag mit.
Die Apotheken erhalten das Geld demnach von den Krankenkassen, um die Technik etwa für das E-Rezept zu beschaffen und "zum Schutz der hochsensiblen Daten fortlaufend auf dem aktuellen Stand der Technik zu betreiben". Laut Gesetz müssen sich die Apotheken und die Krankenkassen bis Ende April einigen.
Laut Apothekerverband gibt es jedoch Meinungsunterschiede unter anderem zur Höhe der Pauschale sowie zu Art und Umfang der nötigen Technik. Daher müsse das Gesundheitsministerium übernehmen und die Pauschale binnen zwei Monaten festlegen. Demnach läuft die bislang gültige Vereinbarung aus dem Jahr 2021 Ende Juni aus.
"Die Krankenkassen blockieren die Apotheken, beim E-Rezept auf dem neuesten Stand zu bleiben, und treffen damit vor allem ihre eigenen Versicherten", kritisierte Apothekerverbandsvorstand Anke Rüdinger. "Das Bundesgesundheitsministerium sollte gemäß der Digitalisierungsstrategie seines Ministers nun ganz schnell die Pauschalen festlegen, damit das E-Rezept ab 1. Juli 2023 auch weiterhin in jeder Apotheke erfolgreich umgesetzt werden kann."
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Anfang April mehrere Projekte für die bessere Digitalisierung des Gesundheitswesens vorgestellt. Beim E-Rezept soll die Nutzung vereinfacht werden. Das Rezept soll sowohl mit der Gesundheitskarte als auch mit der App für die elektronische Patientenakte eingelöst werden können.
T.Wright--AT