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Botsuana steigt bei belgischem Diamantenhändler HB Antwerp ein
Botsuana hat den Kauf von Firmenanteilen des belgischen Diamantenhändlers HB Antwerp angekündigt. Der Staat werde 24 Prozent des Unternehmens erstehen, sagte Präsident Mokgweetsi Masisi am Montag bei der Eröffnung eines Schleif- und Polierwerks für Diamanten von HB Antwerp in der botsuanischen Hauptstadt Gaborone. Das Werk ist die erste derartige Niederlassung des Antwerpener Unternehmens außerhalb Belgiens.
Die Kaufvereinbarung soll laut Masisi in den kommenden Wochen förmlich unterzeichnet werden. Dies werde "ein Wendepunkt sein", sagte er. Botsuana werde im Rahmen einer strategischen Partnerschaft in das belgische Unternehmen investieren. Demnach soll die staatliche Okavango Diamond Company HB Antwerp fünf Jahre lang mit Rohdiamanten beliefern. Die gesamte Wertschöpfung soll in Botsuana erfolgen.
HB Antwerp wurde 2020 in Antwerpen gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben 140 Vollzeitangestellte. Die flämische Hafenstadt ist das weltweit wichtigste Zentrum des Diamantenhandels und für die Verarbeitung der Edelsteine.
Die Diamantenvorkommen in Botsuana sind dessen wichtigste Einnahmequelle. Das südafrikanische Land wehrt sich jedoch gegen die Dominanz des weltweit größten Diamantenproduzenten De Beers. Im Februar hatte Masisi angeprangert, Botsuana erhalte einen geringeren Anteil an den Profiten des Londoner Unternehmens, als dem Land laut einem Abkommen aus dem Jahr 2011 zustehen.
Masisi drohte damals mit einem Abbruch der Geschäftsbeziehungen zu De Beers. Später versicherte das Unternehmen, sich für das Zustandekommen eines einvernehmlichen Abkommens einzusetzen.
A.Williams--AT