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Chef von SVB-Nachfolgebank ruft Kunden zur Rückkehr auf
Der Chef der Nachfolgebank der insolventen Silicon Valley Bank (SVB), Tim Mayopoulos, hat die Kundinnen und Kunden der SVB zur Rückkehr aufgerufen. "Was Sie als erstes tun können, um die Zukunft dieser Institution zu unterstützen, ist dabei zu helfen, unsere Kontenbasis wieder aufzubauen", erklärte Mayopoulous am Dienstag. Die Nachfolgebank - die Silicon Valley Bridge Bank - werde "alles tun, um Ihr Vertrauen zurückzugewinnen".
Die US-Behörden hatten die Silicon Valley Bank am Freitag dichtgemacht. Die vor allem im Technologiesektor aktive Bank war in eine dramatische Schieflage geraten, als Kunden in großem Umfang ihre Einlagen abzogen und die SVB unter großem Verlust Wertpapiere verkaufen musste. Der Bundeseinlagensicherungsfonds FDIC übernahm die Geschäftsführung, Mayopoulos wurde am Montag eingesetzt.
Die US-Regierung hatte schon am Wochenende zugesichert, dass alle Einlagen bei der SVB garantiert seien - auch über die eigentlich geltende Obergrenze von 250.000 Dollar hinaus. Mayopoulos sagte am Dienstag, die Nachfolgebank vergebe neue Kredite und führe bestehende Kredite fort. Sie stehe "jedem neuen Kunden offen".
In Deutschland bekräftigte der Chef der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Mark Branson, dass die SVB-Pleite "keine direkte Ansteckungsgefahr für den deutschen Finanzmarkt" darstelle. Die SVB hatte viel Geld in Wertpapieren mit langer Laufzeit und festen Zinssätzen angelegt. Branson sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Die Risiken des schnellen Zinsanstiegs insbesondere für gewisse kleinere Banken haben wir seit langem auf dem Radar."
Die Entwicklungen in den USA zeigten, "dass das Thema keine Chimäre ist". Das deutsche Bankensystem habe die Auswirkungen des Zinssprungs aber bisher gut verdauen können, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) weiter. Und grundsätzlich seien höhere Zinsen gut für das Bankgeschäft.
K.Hill--AT