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Deutliche Zunahme von verbalen Attacken auf Zugpersonal während Neun-Euro-Ticket
Während der Gültigkeit des Neun-Euro-Tickets im vergangenen Sommer hat es einen sprunghaften Anstieg der verbalen Angriffe auf das Zugpersonal in Deutschland gegeben. Das geht aus Zahlen der Deutschen Bahn hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben) vorliegen. Von Juni bis August gab es demnach 4202 verbale Übergriffe.
In den drei Monaten vor der Gültigkeit des Neun-Euro-Tickets hatte es demgegenüber den Angaben zufolge nur 2938 Verbalattacken gegeben. In den drei Monaten nach dem Ende des Sonderangebots sank die Zahl wieder auf 3653 Vorfälle.
Die dem RND vorliegenden Zahlen der Bahn umfassen den Zeitraum Januar bis November. In dieser Zeit habe es im vergangenen Jahr 13.578 Übergriffe gegeben, 2021 seien es im gleichen Zeitraum 9995 gewesen. Bei 12.302 Fällen im vergangenen Jahr handelte es sich um verbale Attacken wie Beleidigungen und Nötigungen, zudem wurden 1276 körperliche Übergriffe gezählt.
Angesichts der bevorstehenden Einführung des sogenannten Deutschlandtickets ab Mai forderte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von DB Regio, Ralf Damde, die Sicherheit für das Bahnpersonal zu verbessern. "Wir brauchen bei 'schwierigen Zügen' – diese sind alle bekannt - eine zusätzliche Bestreifung durch die Bundespolizei." Sollte dies nicht möglich sein, müsse es zumindest zwei Kundenbetreuer oder eine Begleitung durch die DB Sicherheit geben.
Zudem müssten Züge aus dem Verkehr gezogen werden, wenn die Videoaufzeichnung bei ihnen nicht funktioniere, forderte der Betriebsratschef. "Die Sicherheit der Beschäftigten und der Kundinnen und Kunden muss an erster Stelle stehen." Das deutschlandweite 49-Euro-Ticket soll zum 1. Mai eingeführt werden.
W.Nelson--AT