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Hasso Plattner gibt Aufsichtsratsvorsitz bei SAP ab
Hasso Plattner, Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, will bis Ende seiner Amtszeit im Mai 2024 den Aufsichtsratsvorsitz abgeben. Das teilte das Unternehmen im baden-württembergischen Walldorf am Mittwochabend mit. Der 79-jährige Plattner sagte dem "Handelsblatt" am Donnerstag zu seinen Zukunftsplänen: "Das wird kein Aufbruch zu neuen Ufern. Vielleicht gehe ich etwas häufiger in meine Museen."
Plattner hatte 1972 gemeinsam mit Dietmar Hopp, Claus Wellenreuther, Klaus Tschira und Hans-Werner Hector SAP gegründet und hält seit 2003 den Aufsichtsratsvorsitz. Er gründete das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik in Potsdam, spendete für zahlreiche Universitäten weltweit und gründete über seine Stiftung die Kunstmuseen Barberini und Minsk in Potsdam. Als Investor mit einer unveränderten Beteiligung werde er sich weiterhin für SAP und die Mission einsetzen, "die Welt und das Leben der Menschen zu verbessern", erklärte er am Mittwochabend.
Nachfolger an der Spitze des SAP-Aufsichtsrates soll Punit Renjen werden, bis Ende 2022 Chef des internationalen Beratungsunternehmens Deloitte. Plattner sagte dem "Handelsblatt", der 61-jährige Renjen habe Deloitte "unglaublich nach vorn gebracht". Es sei schwierig, "einen Kandidaten mit so einer Reputation und so einer Kenntnis des Marktes zu finden".
Der Manager sei bei Deloitte zwischenzeitlich für SAP zuständig gewesen, sagte Plattner weiter. "80 Prozent von dem, was wir machen, kennt er: verkaufen, beraten, Kundenprojekte erfolgreich durchführen – nur die Software hat Deloitte nicht selbst entwickelt, sondern von uns bezogen."
Noch vor einem Jahr hatte Plattner geäußert, dass der Aufsichtsratschef von SAP Deutschland kennen und Deutsch sprechen müsse. Dieses Kriterium habe das Unternehmen nicht aufrecht erhalten können, sagte der SAP-Mitgründer nun. "Amerika kennen, die Branche verstehen, eine gute Persönlichkeit sein – man kann nicht alles haben." Renjen stammt aus Indien und lebt seit 1984 in den USA.
T.Perez--AT