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Vergleichsportal: Mehrheit der Banken zahlt keine Zinsen auf Tagesgeld
Trotz fünf Leitzinserhöhungen seit Juli im Euroraum zahlen die meisten Banken in Deutschland noch immer keine Zinsen für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto. 353 von 644 ausgewertete Banken und Sparkassen weisen einen Tagesgeldzinssatz von 0,00 Prozent aus, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des Vergleichsportals Verivox ergab. Vor allem bei den örtlichen Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken gingen Anleger meist noch leer aus.
Von insgesamt 259 örtlichen Sparkassen in der Verivox-Auswertung zahlen 160 keine Zinsen. Das entspricht einem Anteil von 62 Prozent. Oliver Maier von Verivox sieht aber etwas Bewegung: Noch vor vier Wochen erhielten Sparerinnen und Sparer bei 74 Prozent der Sparkassen keine Verzinsung für ihre Tagesgeldanlagen.
Bei den örtlichen Volks- und Raiffeisenbanken sowie den PSD- und Sparda-Banken ging der Anteil der Institute mit Nullzinsen demnach von 65 Prozent auf 58 Prozent zurück. Aktuell weisen laut Verivox noch 185 der insgesamt 318 ausgewerteten genossenschaftlichen Regionalbanken einen Tagesgeldzins von null Prozent aus.
Banken mit einem bundesweit verfügbaren Tagesgeldangebot zahlen dagegen meist Zinsen. Hier gibt es nur bei acht von 67 ausgewerteten Angeboten keine Verzinsung.
Der Durchschnittszins bei diesen Banken beträgt laut Verivox 0,66 Prozent. Den höchsten Zinssatz für Bestandskunden bietet unter den deutschen Instituten aktuell die Ford Bank mit 1,25 Prozent.
Neukundinnen und -kunden geben einige Banken hierzulande auch höhere Zinsen - allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum. Die Bank11 etwa zahle neuen Kunden 2,30 Prozent und garantiert diesen Zinssatz für sechs Monate, erklärte Verivox. Danach wird das Guthaben zu regulären Bestandskundenkonditionen weiter verzinst. "Vor allem Sparer, die bereit sind, ihr Geld gelegentlich umzuschichten, können von solchen Aktionsangeboten profitieren", sagte Maier.
Verivox recherchiert nach eigenen Angaben fortlaufend die ausgewiesenen Konditionen auf den Websites von rund 1300 Banken und Sparkassen. In die aktuelle Analyse flossen sämtliche 644 Banken mit Tagesangeboten ein, die ihre Zinsen frei zugänglich online veröffentlichen. Ausgewertet wurden die Konditionen für 10.000 Euro Anlagesumme.
D.Lopez--AT