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Zahl ankommender Flüchtlinge in Berlin stieg 2022 auf Allzeithoch
Die Zahl ankommender Flüchtlinge ist in Berlin im vergangenen Jahr auf ein Allzeithoch gestiegen. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) habe 2022 insgesamt 94.727 Geflüchtete erfasst und erstversorgt, teilte die Behörde am Dienstag mit. Das waren demnach so viele wie nie zuvor. Als Gründe dafür wurden der Angriffskrieg in der Ukraine und ein deutlicher Anstieg von Asylsuchenden genannt.
Berlin nahm rund ein Drittel mehr Flüchtlinge auf als im Vorjahr. Von 22.543 Asylsuchenden, die im Berliner Ankunftszentrum vorsprachen, wurden 14.704 in der Hauptstadt aufgenommen. Die anderen Menschen wurden in andere Bundesländer weiter geleitet. Im Vorjahr hatte Berlin noch 10.881 Menschen aufgenommen. Zu den fünf häufigsten Herkunftsländern zählten Georgien, Syrien, die Türkei, Afghanistan und Moldau.
"2022 war ein Kraftakt, doch Zeit zum Durchatmen gibt für uns nicht", erklärte LAF-Präsidentin Carina Harms. Am Sonntag hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) angesichts der hohen Flüchtlingszahlen und zunehmender Unterbringungsprobleme in den Kommunen einen Flüchtlingsgipfel angekündigt. An ihm sollen Vertreter der Kommunen und Länder teilnehmen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.
R.Chavez--AT