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Boeing erleidet 2022 trotz steigender Umsätze Milliardenverlust
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat im vergangenen Jahr trotz steigender Umsätze einen Milliardenverlust erlitten. Der Umsatz legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 66,6 Milliarden Dollar (rund 61 Milliarden Euro) zu, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Trotzdem verbuchte der Flugzeugbauer einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal betrug der Umsatz 19,98 Milliarden Dollar und der Verlust 634 Millionen Dollar.
Boeing-Chef David Calhoun sprach von einem "soliden vierten Quartal" und fügte hinzu: "2022 hat sich als wichtiges Jahr in unserer Erholung erwiesen." Der Flugzeugbauer lieferte im vergangenen Jahr 480 Flugzeuge aus und damit so viele wie seit 2018 nicht mehr.
Boeing hatte in den vergangenen Jahren mit Produktions- und Zertifizierungsproblemen zu kämpfen und wurde durch den Absturz von zwei Flugzeugen vom Typ 737 MAX in eine schwere Krise gestürzt. Der Konzern hat jetzt vier Jahre in Folge rote Zahlen geschrieben.
Boeing hielt am Mittwoch an seinen Prognosen für das laufende Jahr fest. Der Konzern plant unter anderem eine deutliche Ausweitung seiner Produktion der 737 MAX. Bis 2025/2026 sollen monatlich rund 50 dieser Flugzeuge produziert werden, im Vergleich zu derzeit 31. Außerdem soll die Produktion des 787 Dreamliner von derzeit monatlich fünf bis dahin auf monatlich zehn ausgeweitet werden.
N.Mitchell--AT