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Wohnungsbauverband: Jede dritte Wohnung wird 2023 und 2024 nicht gebaut
Knapp ein Drittel der geplanten neuen Wohnungen wird in den Jahren 2023 und 2024 bundesweit nicht gebaut werden können. Das teilte der Wohnungswirtschaftsverband GdW am Mittwoch auf der Grundlage einer Umfrage unter den sozial orientierten Wohnungsunternehmen mit. Von den ursprünglich geplanten 61.000 Wohnungen werden demnach also fast 20.000 weniger errichtet.
Als Ursache dafür gaben die Unternehmen unter anderem die nicht verlässliche (64 Prozent) und unzureichende (62 Prozent) Förderung der Bundesregierung an. Auch stark gestiegene Materialkosten und Finanzierungszinsen sowie fehlende Bau- und Handwerkskapazitäten wurden häufig als Gründe genannt.
Im sozialen Wohnungsbau ist die Lage ähnlich schlecht: Dort können 21 Prozent der geplanten Wohnungen wohl nicht realisiert werden. "Eine Verkettung von historisch schlechten Baubedingungen und eklatante Fehler der Regierung lassen den bezahlbaren Wohnungsbau aktuell dramatisch einbrechen", erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Die Regierung müsse beim Wohnungsbau "sofort um- und gegensteuern".
Eigentlich möchte die Regierung pro Jahr 400.000 Wohnungen bauen, davon 100.000 Sozialwohnungen. Mittelfristig seien aber nur 200.000 Wohnungen möglich und es könnten auch "deutlich weniger als geplant energetisch modernisiert werden", beklagte der GdW. "Das ist Gift für das bezahlbare Wohnen, das Klima und den sozialen Frieden in Deutschland."
Der Verband forderte insgesamt zehn Sofortmaßnahmen, darunter eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes im sozialen Wohnungsbau auf sieben Prozent, eine zügige Grundstücksvergabe und eine stringente Digitalisierung der Planungs- und Genehmigungsverfahren.
W.Moreno--AT