-
Dinosaurierschädel in Millionenwert: Spezialabfertigung bei Zoll in Bayern
-
EU einigt sich auf Verbot von KI-Anwendungen für Porno-Deepfakes
-
US-Gericht veröffentlicht angeblichen Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein
-
Ex-Nationalspieler Süle beendet Karriere nach der Saison
-
MDR-Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt baut Vorsprung vor CDU weiter aus
-
NBA-Playoffs: Starker Brunson führt Knicks zum nächsten Sieg
-
Umfrage: Mehrheit für höhere Steuern auf Alkohol und Tabak
-
Organspende: Patientenschützer lehnen Widerspruchslösung ab
-
Trotzige Bayern: "Werden wieder angreifen"
-
Wehrdienst: 72 Prozent der 18-jährigen Männer haben bisher geantwortet
-
Energiepreise: 57 Prozent der Familienunternehmer werden keine Entlastungsprämie zahlen
-
Neue Anti-Terror-Strategie der US-Regierung visiert Europa und Linksextreme an
-
Papst Leo XIV. trifft US-Außenminister Rubio
-
Trump empfängt Brasiliens Präsidenten Lula
-
Bundestag berät über Senkung der Luftverkehrsteuer
-
BGH verhandelt über mögliche Diskriminierung von blinder Patientin bei Reha
-
Verhandlung an Berliner Verwaltungsgericht über Millionenspende an AfD
-
Bundesgerichtshof verhandelt in Baumarkt-Streit um Farbe Orange
-
Bundesgerichtshof verhandelt über Ärztesiegel in Zeitschrift
-
Härtetest für britische Regierung: Wahlen in England, Wales und Schottland
-
Bundestag befasst sich mit mehr Barrierefreiheit für Behinderte und Gremienwahl
-
Klingbeil stellt Ergebnisse des Arbeitskreises Steuerschätzung vor
-
Parteikreise: Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU
-
Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris
-
Luftverkehrsteuer: Länder lehnen Sparauflage für Verkehrsminister Schnieder ab
-
Vorerst keine EU-Einigung auf Umsetzung von Zolldeal mit den USA
-
Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern
-
"Handspiel-Drama": Pressestimmen zum Aus der Bayern gegen PSG
-
Epstein-Skandal: US-Handelsminister Lutnick mit Rücktrittsforderungen konfrontiert
-
FC Bayern: Aus der Traum vom Triple
-
DTTB-Teams greifen nach WM-Medaillen
-
Trump nennt Gespräche mit Iran "sehr gut" und droht bei Scheitern mit Bomben
-
Feuerwehr bringt deutsche Hantavirus-Verdachtsperson von Amsterdam nach Düsseldorf
-
Berlin Recycling Volleys holen zehnten Meistertitel in Folge
-
Auch Lys in Rom in Runde zwei - nun wartet Osaka
-
Traum vom Titel lebt: Berlin nach Thriller im Final Four
-
Flugzeug mit womöglich Hantavirus-infiziertem Passagier in Amsterdam gelandet
-
Bayerns Siegesserie reißt gegen Hoffenheim
-
3:0 gegen Hongkong: DTTB-Männer greifen nach WM-Medaille
-
PSG-Hit: Bayern mit Laimer statt Davies
-
München soll Standort für Demokratieforschungszentrum werden
-
FBI-Chef: UFO-Akten werden "sehr bald" veröffentlicht
-
Merz wirbt für Reformpolitik seiner Regierung - und nimmt die SPD in die Pflicht
-
Abstellungsstreit in Mexiko: Verband droht eigenen WM-Stars
-
Trump droht Iran mit Bombardierungen falls Abkommen scheitert
-
Protest von Femen und Pussy Riot gegen Teilnahme Russlands an der Biennale
-
Vuelta: Koch gibt Rotes Trikot an Etappensiegerin Kopecky ab
-
Frankreich rechnet mit Papst-Besuch Ende September
-
Ungarn: Verfassungsgericht hebt Orban-Dekret zur Besteuerung Budapests in Teilen auf
-
Französischer Flugzeugträger bringt sich für Hormus-Einsatz in Stellung
Taiwan auf Krieg vorbereitet
Seit Jahren erhebt die Volksrepublik China Anspruch auf die demokratische Insel Taiwan. Unter Präsident Xi Jinping hat Peking die militärischen und wirtschaftlichen Drohgebärden verschärft – Marine‑ und Luftmanöver rund um Taiwan, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen sind an der Tagesordnung. Angesichts dieser Bedrohung reagiert Taiwan mit einer grundlegenden Umgestaltung seiner Verteidigungspolitik, die auf Abschreckung, Resilienz und die Einbindung der gesamten Gesellschaft setzt.
Han‑Kuang‑Übungen – realistische Kriegssimulationen
Taiwans jährliche "Han‑Kuang"‑Manöver sind das Herzstück dieser Strategie. Bei der 41. Auflage im Juli 2025 dauerte die Übung erstmals zehn Tage; mehr als 22 000 Reservisten wurden einberufen, doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Militär übte nicht nur amphibische Landungen, Luft‑ und Seeangriffe sowie die Abwehr einer Seeblockade. Erstmals wurden die Szenarien ungesteuert, also ohne vorher festgelegten Ablauf, durchgespielt. Urban‑Warfare‑Übungen fanden mitten in taiwanischen Städten statt: Soldaten und Reservisten übten Häuserkampf, während Zivilisten das Verhalten bei Raketenangriffen, Erste Hilfe und die Ausgabe von Hilfsgütern trainierten.
Die Übungen beinhalteten auch sogenannte Grauzonen‑Szenarien. Simuliert wurden Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, Misinformationen in sozialen Medien und Zwischenfälle mit chinesischen Küstenwachschiffen. Ein Höhepunkt war der Einsatz neu beschaffter amerikanischer Waffensysteme: Patriot‑Flugabwehrraketen, mobile HIMARS‑Raketenwerfer, Javelin‑ und Stinger‑Lenkwaffen sowie Abrams‑Kampfpanzer. Die "Porcupine Strategy" – die Stachelschwein‑Strategie – zielt darauf ab, mit zahlreichen, schwer zu bekämpfenden Abwehrmitteln einen potenziellen Invasor abzuschrecken und hohe Verluste zuzufügen.
Zivile Verteidigung und gesellschaftliche Resilienz
Die taiwanische Führung setzt nicht nur auf militärische Stärke, sondern auch auf die Bereitschaft der Zivilbevölkerung. Präsident Lai Ching‑te gründete 2025 einen "Whole‑of‑Society Defense Resilience Committee" (Komitee für gesamtgesellschaftliche Verteidigungsresilienz), das mit umgerechnet rund 5 Milliarden US‑Dollar ausgestattet ist. In fünf Bereichen – Ausbildung der Zivilverteidigungskräfte, Bevorratung strategischer Güter, Schutz kritischer Infrastruktur, soziale Absicherung und medizinische Versorgung, sowie Cybersicherheit – sollen Zivilisten trainiert und logistische Kapazitäten aufgebaut werden. Die Wan‑An‑Luftschutzübungen und Min‑An‑Katastrophenübungen wurden zu "Urban Resilience Exercises" zusammengeführt, bei denen städtische Notfallpläne erprobt werden. Supermarktketten wie PX Mart proben, wie Kunden in unterirdische Schutzräume geleitet und dort versorgt werden.
Die Nachfrage nach Erste‑Hilfe‑ und Krisenmanagementkursen ist enorm. Nichtregierungsorganisationen wie Kuma Academy und Forward Alliance sind seit Monaten ausgebucht und unterrichten Freiwillige im Umgang mit Verletzten, im Brandschutz und in der Bekämpfung von Fehlinformationen. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, plant das Innenministerium die Ausbildung von mehr als 50 000 Zivilverteidigungshelfern und möchte die bis zu 70 Jahre alten Behördenmitarbeiter durch jüngere Freiwillige ergänzen.
Wehrpflicht und Modernisierung der Streitkräfte
Um genügend Personal für eine langwierige Verteidigung bereitzustellen, wurde die Wehrpflicht 2024 von vier Monaten auf ein Jahr verlängert. Die ersten Rekruten starteten ihren Dienst im Januar 2024 und werden seitdem intensiver ausgebildet. Neben Schießübungen nach US‑Vorbild steht der Umgang mit modernen Waffensystemen wie Stinger‑Flugabwehrraketen und Panzerabwehrlenkwaffen auf dem Programm. Die Maßnahme soll die Gefechtsbereitschaft erhöhen und die Reservekräfte stärken.
Parallel dazu steigert Taiwan die Verteidigungsausgaben. Für 2026 sind rund 949,5 Milliarden Neue Taiwan‑Dollar (etwa 31 Milliarden US‑Dollar) eingeplant, was 3,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht – ein Anstieg um mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wird auch die Küstenwache im Verteidigungshaushalt berücksichtigt, weil sie bei der Abwehr von Blockaden und bei Zwischenfällen mit der chinesischen Marine eine wichtige Rolle spielt. Seit 2016 sind die Militärausgaben um knapp 77 Prozent gestiegen, was den Willen zur Selbstverteidigung unterstreicht.
Eigene U‑Boote, Flugzeuge und Waffenprogramme
Taiwan bemüht sich, seine Abhängigkeit von ausländischen Waffenlieferungen zu verringern und gleichzeitig moderne Technologie zu beschaffen. Im Herbst 2025 lief das erste indigen entwickelte Diesel‑Elektro‑U‑Boot "Hai Kun" zu Probefahrten aus. Es wiegt 2 500 Tonnen, kann bis zu 350 Meter tief tauchen und ist mit amerikanischen MK48‑Torpedos ausgerüstet; künftig sollen auch UGM‑84 Harpoon‑Flugkörper integriert werden. Bis 2029 sollen acht U‑Boote dieser Klasse entstehen, um chinesischen Seestreitkräften im Taiwan‑Meerengenbereich heimlich entgegentreten zu können und jede Blockade kostspielig zu machen.
Darüber hinaus arbeitet die Regierung eng mit den USA zusammen: Washington beschleunigt die Lieferung von 66 neuen F‑16V‑Kampfjets, die wegen Produktionsverzögerungen erst 2026 in die Testphase gehen sollen; HIMARS‑Raketenwerfer wurden bereits früher geliefert als geplant. Gleichzeitig investiert Taipei in die inländische Rüstungsindustrie: Es werden mobile Raketenbatterien, Anti‑Schiff‑Lenkwaffen und Minensysteme entwickelt, die im Falle eines amphibischen Angriffs einen tödlichen "Teppich" legen sollen.
Drohnen als Teil der Porcupine‑Strategie
Unbemannte Systeme gelten als Schlüsselkomponente der asymmetrischen Verteidigung. Bei einer Messe im Juli 2025 präsentierten taiwanische Firmen See‑ und Luftdrohnen wie "Carbon Voyager 1", "Black Tide I" und "Sea Shark 800". Diese kleinen unbemannten Boote können Sprengsätze transportieren und gegnerische Schiffe behindern, während Schwärme kleiner Multikopter und Starrflügler die Bewegungen feindlicher Truppen überwachen und Angriffsmöglichkeiten eröffnen.
Das Verteidigungsministerium in Taiwan kündigte an, 2026 und 2027 insgesamt fast 50 000 Drohnen zu bestellen. Dabei werden mehrere Kategorien von Multikoptern und Starrflüglern beschafft, die komplett in Taiwan produziert werden sollen; chinesische Komponenten sind ausgeschlossen. Die Zielzahl von knapp 50 000 unbemannten Systemen ist ambitioniert, wird aber von Experten als Mindestmaß angesehen, da moderne Kriege hohe Verlustraten bei Drohnen verursachen. Präsident Lai spricht von einem "asiatischen Drehkreuz" für Drohnentechnologie, in dem staatliche Stellen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen eng zusammenarbeiten.
Fazit: Abschreckung durch Entschlossenheit
Die massive Aufrüstung, die Intensivierung der Reservistenübungen, das umfangreiche Zivilschutzprogramm und die Modernisierung der Rüstungsindustrie zeigen, dass Taiwan eine mögliche chinesische Invasion ernst nimmt. Die Insel versucht, ihre Verwundbarkeit durch eine vielschichtige Verteidigungsstrategie zu verringern: Moderne Waffensysteme sollen eine Invasion verlangsamen und hohe Kosten verursachen; eine motivierte, gut ausgebildete Bevölkerung soll im Ernstfall weiterkämpfen, auch wenn die regulären Streitkräfte ausgelastet sind. Gleichzeitig steht Taiwan im Zentrum des geopolitischen Wettbewerbs zwischen den USA und China – Washington unterstützt militärisch und technologisch, während Peking mit immer aggressiveren Manövern droht.
Ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, einen Angriff zu vereiteln, bleibt allerdings im Angesicht der militärischen Übermacht Chinas offen, und ob die USA den Staat Taiwan gegen die Atommacht China verteidigen, ist im Angesicht des mordend ruchlosen Staatsterrorismus Russlands gegen die Ukraine, ebenfalls mehr als fraglich!
Unabhängig davon sendet Taiwan mit seiner "Stachelschwein"‑Doktrin und der breiten Mobilisierung der Gesellschaft ein eindeutiges Signal: Die Insel ist bereit, sich zu verteidigen.
USA: Donald Trump und die US-Wirtschaft
Das kriminelle Pack der Mocro-Mafia
China und der Druck auf Nordkorea
Terror-Staat Russland bedroht Kiew
Wer siegt: Asoziale Kriminelle oder der Staat?
Schutz vor Telefon- und Internetabzocke?
Wie schlimm steht es um Deutschland?
Terror-Staat Russland will Moldau "übernehmen"
Einwanderung: Trump geht aufs Ganze
Europa, BRICS und die Hegemonie des Dollar
Die deutsche Autoindustrie in der Krise