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Landwirtschaftsminister Rainer kündigt "klare" Regeln für Wolfsabschüsse an
Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Entscheidung des EU-Parlaments begrüßt, den Weg für einen schnelleren Abschuss von Wölfen freizumachen. "Das heutige Votum des Europäischen Parlaments ebnet den Weg für einen praktikablen Umgang mit dem Wolf", erklärte Rainer am Donnerstag in Berlin. Er kündigte "klare und praktikable Regeln" an, die den Bundesländern "rechtssichere Entnahmen" von Wölfen ermöglichen.
Mit der vom EU-Parlament beschlossenen Änderung soll der Wolf nicht mehr als "streng geschützt" gelten, der Erhalt der Art aber weiter sichergestellt werden. Die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen sind damit deutlich vereinfacht. Die Umsetzung der Änderungen bleibt den einzelnen Regierungen überlassen. In Deutschland hat sich eine Mehrheit der Parteien bereits für einen schnelleren Abschuss ausgesprochen.
Landwirte in zahlreichen europäischen Staaten klagen seit einigen Jahren vermehrt über Wolfsrisse. In Deutschland zählte das Bonner Bundesamt für Naturschutz im vergangenen Beobachtungsjahr 2023/24 1601 Wölfe, gut 260 Tiere mehr als im Vorjahr. Mehr als 5000 Nutztiere wurden bei Wolfsangriffen im Jahr 2023 hierzulande verletzt, getötet oder wurden anschließend vermisst, die meisten von ihnen Schafe. Europaweit sind es nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministerium 65.500 Tiere.
D.Lopez--AT