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Botsuana droht De Beers mit Ende der Zusammenarbeit im Diamantenhandel
Der südafrikanische Staat Botsuana, größter Diamantenproduzent des Kontinents, hat dem Unternehmen De Beers mit einem Ende der langjährigen Zusammenarbeit gedroht. Präsident Mokgweetsi Masisi kritisierte am Sonntag bei einer Zusammenkunft der Regierungspartei in seinem Heimatdorf Moshupa den Vertrag mit De Beers zum Diamantenhandel als "nicht vorteilhaft" für das Land. Der Vertrag läuft Ende Juni aus.
In Botsuana werden seit Anfang der 70er Jahre Diamanten gefördert. Zuständig ist das Unternehmen Debswana, ein Gemeinschaftsunternehmen des Staates und De Beers. Lange verkaufte das Land die Edelsteine ausschließlich an De Beers, seit 2011 bot Botsuana zehn Prozent der Diamanten auch anderweitig an. Dieser Anteil stieg 2020 auf 25 Prozent.
"Jetzt haben wir verstanden, wie der Diamantenmarkt funktioniert, und wir haben herausgefunden, dass wir weniger bekommen als uns zusteht", sagte Präsident Masisi. Der Vertrag von 2011 sei "nicht vorteilhaft" für Botsuana. Das Land wolle einen größeren Anteil seiner Diamanten selbst verkaufen. Sollte es keine "Win-Win-Situation" geben, sollten beide Seiten "ihre Koffer packen und nach Hause gehen", fügte er hinzu.
Der Vertrag von 2011 sollte eigentlich zehn Jahre gelten. Er war wegen der Corona-Pandemie verlängert worden.
M.White--AT