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Heidelberger Forscher entdecken zweite Stammzellart im Gehirn von Mäusen
Ein Forscherteam der Universität Heidelberg hat im Gehirn von Mäusen eine bislang unbekannte zweite Stammzellart entdeckt. Wie die baden-württembergische Hochschule am Mittwoch berichtete, entdeckten sie diese zufällig bei der Untersuchung von Abläufen, bei denen sich in Hirnen erwachsener Mäuse aus Stammzellen neue Nervenzellen für die Geruchswahrnehmung im sogenannten Riechkolben bilden.
Neben den bereits bekannten sogenannten apikalen Stammzellen identifizierten sie dabei Zellen mit abweichenden Merkmalen, die sie anfangs gar nicht für Stammzellen hielten. Eingehende Tests ergaben aber, dass es sich bei ihnen tatsächlich um eine zweite sogenannte basale Stammzellart handelte, die sich in Aufbau und Funktion von den bereits bekannten Stammzellen unterscheidet.
Neue Nervenzellen in dem für die Geruchsverarbeitung zuständigen Hirnbereich bilden sich demnach aus dieser neu entdeckten Stammzellgruppe - nicht aus den schon bekannten apikalen Vertretern. Das Team der Universität, das seine Erkenntnisse in der Fachzeitschrift "Embo Reports" veröffentlichte, hofft nun auch auf neue Ansätze im Kampf gegen Hirntumore. Ähnliche Stammzellen sind demnach im menschlichen Gehirn vorhanden und dort an der Tumorbildung beteiligt.
O.Gutierrez--AT