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Nach Pfiffen: Karl entschuldigt sich für Jubel-Geste
Bayerns Lennart Karl hat sich nach den lautstarken Pfiffen der Elversberger Anhänger für seine provokative Jubelgeste entschuldigt. "Das sind Emotionen. Wenn die Fans das falsch verstanden haben, tut mir das leid", sagte der 18-Jährige nach dem 2:1 (1:0) der Münchner bei DAZN. Der Nationalspieler hatte in der 26. Minute zur Führung getroffen, sich anschließend zum Jubel direkt vor der Heimkurve den Finger auf die Lippen gelegt - und das Publikum so sinngemäß zum Schweigen aufgefordert.
Dies sorgte beim schwer aus der Ruhe zu bringenden Anhang der SVE allerdings für großen Unmut, fortan wurde Karl bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen. Ansonsten war der Empfang für die Münchner im Saarland allerdings äußerst fair, Vincent Kompany verteilte sogar ein Sonderlob. "Auf dem Platz war es ein Kampf, aber alles außerhalb war, wie man Fußball in einem Traum erleben muss", sagte der Trainer.
Schon bei ihrer Anreise am Samstag waren die Bayern besonders empfangen worden. "Ich hatte das so noch nie gesehen. Als wir zum Hotel gekommen sind, dachte ich, das ist ein Festival. Aber es waren Fans, die gewartet haben. Wir sind viel gewohnt, aber es war eine andere Erfahrung", erzählte der 40-Jährige angesichts der Begrüßung von Hunderten Anhängern. Es gebe nun "viele gute Gründe, dass ich Elversberg wünsche, dass sie in der Liga bleiben und wir nochmal hierherkommen dürfen", so Kompany.
L.Adams--AT