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Amateurfußball: Weniger Vorfälle - mehr Abbrüche
Im deutschen Amateurfußball haben Gewalt und Diskriminierung in der vergangenen Saison in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr stattgefunden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) berichtete am Freitag in seinem jährlichen "Lagebild Amateurfußball" über 5450 gemeldete Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle in 1,284 Millionen Begegnungen. Der Wert sank damit zum dritten Mal in Folge, im Vorjahr hatten die Schiedsrichter 5566 Zwischenfälle festhalten müssen (Saison 2023/24: 5836 Vorfälle). Gleichzeitig stieg die Anzahl der Spielabbrüche von 825 auf 842.
"Insgesamt zeigen die aktuellen Zahlen ein ähnliches Bild wie im Vorjahr. Der leichte Anstieg bei den Spielabbrüchen zeigt, dass es keinen Anlass gibt, sich mit der grundsätzlich positiven Entwicklung der vergangenen Jahre zufriedenzugeben", kommentierte der für die Amateure zuständige 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann die Entwicklung: "Wir alle im Fußball müssen unsere Anstrengungen, insbesondere in der Präventionsarbeit, weiter intensivieren, um einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern."
Zur Erhöhung der Sicherheit von Schiedsrichtern, die in der zurückliegenden Spielzeit 2100-mal Geschädigte eines gemeldeten Vorfalls gewesen sind, gab der DFB zusammen mit dem Weltverband FIFA und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen den Startschuss für ein in Deutschland einmaliges Pilotprojekt mit Bodycams für Unparteiische in Gelsenkirchens Kreisliga B bekannt.
Ab dem Wochenende soll die wissenschaftlich begleitete und datenschutzrechtlich geprüfte Maßnahme Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Referees und das Verhalten aller Beteiligten liefern. Außerdem sind regelmäßig Befragungen der Schiedsrichter vorgesehen. Die Ergebnisse des Projekts fließen in eine internationale Bewertung durch die FIFA ein.
D.Lopez--AT