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Eiskunstlauf: Walijewa verliert neutralen Status
Dem russischen Eiskunstlauf-Star Kamila Walijewa ist der Status als neutrale Athletin entzogen worden. Das teilte der Eislauf-Weltverband ISU am Donnerstag mit. Die 20-Jährige darf somit nicht mehr bei internationalen Wettbewerben starten. Auch Eiskunstläufer Mark Kondratjuk, Olympia-Dritter von 2022 im Teamwettbewerb, erfüllt laut ISU die Kriterien nicht mehr.
Als neutraler Athlet darf laut Reglement nicht starten, wer den Krieg gegen die Ukraine "zu irgendeinem Zeitpunkt seit Februar 2022 aktiv und öffentlich unterstützt" hat. Auch die Teilnahme am Krieg oder der aktive Dienst in einer nationalen Sicherheitsbehörde Russlands oder von Belarus sind Ausschlusskriterien.
Der Entscheidung gegen Walijewa und Kondratjuk sei eine individuelle Prüfung vorausgegangen, hieß es in der Mitteilung. Zudem wurde erneut dem Eistanz-Paar Alexandra Stepanowa/Iwan Bukin der neutrale Status verweigert. Einzelheiten nannte die ISU bei keinem der betroffenen Personen, die nun vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einlegen können.
Für Walijewa bedeutet die Entscheidung einen weiteren Rückschlag in ihrer noch jungen Karriere. Die damals 15-Jährige war vor den Winterspielen in Peking, bei denen sie zunächst Gold mit der Mannschaft gewann, positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet und später für vier Jahre gesperrt worden. Die Dopingsperre für Walijewa ist im Dezember 2025 abgelaufen.
Insgesamt hatten 234 Personen aus Russland und Belarus für die Saison 2026/27 Erklärungen zur Neutralität eingereicht, dazu gehören auch Mitglieder des Betreuerstabs.
A.Anderson--AT