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"Woltemade?" Spalletti setzt weiter auf Kolo Muani
Nick Woltemade muss sich beim italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin wohl vorerst mit der Jokerrolle begnügen. Trainer Luciano Spalletti fand nach dem Debüt des Neuzugangs im Topspiel gegen die AC Mailand (1:1) zwar Lob für den Nationalspieler, setzt im Sturmzentrum aber weiter auf den Franzosen Randal Kolo Muani.
"Woltemade? Nick hat die entsprechende Statur; er ist stark im Kopfballspiel", sagte Spalletti über den früheren Stuttgarter, ehe er sich seinem Neuner Kolo Muani zuwandte, der auch im dritten Saisonspiel ohne Tor geblieben war. "Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen – ich setze voll auf Kolo Muani und bleibe bis zum Saisonende dabei. Und am Ende der Saison werden wir dann sehen, wo dieser Zug angekommen ist."
Woltemade war in der 75. Minute kurz nach dem Gegentor durch Alphadjo Cissé (68.) eingewechselt worden. Er holte den Freistoß heraus, der zum Ausgleich durch Federico Gatti (90.+2) führte. Nach dem Schlusspfiff löste ein Gerangel zwischen dem Deutschen und Milans Strahinja Pavlovic eine Rudelbildung aus, die aber schnell wieder aufgelöst wurde.
Spalletti war mit der Moral seiner Elf zufrieden, äußerte sich aber kritisch zur Offensivleistung. "Uns fehlten die richtigen Entscheidungen beim Abschluss oder beim entscheidenden Pass in die Tiefe. Wir müssen unser Aufbauspiel bei Ballbesitz verbessern", sagte er.
Grund zur Beunruhigung sah der Coach nach immerhin sieben Punkten aus den drei Auftaktspielen aber nicht. "Wir hatten Milan als Gegner – eine großartige Mannschaft. Wir können ebenfalls eine solche werden, das haben wir heute gezeigt; ich bin zuversichtlich und spreche der Mannschaft ein Kompliment für ihre Leistung aus."
S.Jackson--AT