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"Auf die Schnauze bekommen": Lys ohne Chance gegen Andrejewa
Eva Lys blickte zunehmend ratlos ihren Schlägen hinterher, die einfach zu häufig im Aus landeten - von einer Sensation war die Tennisspielerin an diesem Abend in New York ein gutes Stück entfernt. Gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa verlor Lys eine einseitige Partie mit 0:6, 2:6. Nach dem Aus von Tatjana Maria zuvor schaffte es somit keine deutsche Frau in die dritte Runde der US Open.
"Ich war immer einen Ticken zu spät und deswegen nicht so aggressiv wie ich sein wollte", sagte Lys: "Diese fünf bis zehn Prozent machen einfach den Unterschied. Deswegen fand ich es eigentlich sehr gut, dass ich auf die Schnauze bekommen habe, weil ich weiß, woran ich arbeiten kann."
Nach ihrem erlösenden Erstrundensieg gegen die Qualifikantin Gabriela Knutson inmitten einer schwierigen, von Verletzungen geprägten Saison war die 19 Jahre alte Russin deutlich zu stark für Lys. Nach nur 63 Minuten war ihr Aus besiegelt.
Sie sei nicht diejenige Spielerin, "die mit Druck rausgehen wird", hatte Lys vor der Partie gesagt. Und auch, dass sie das Gefühl habe, solch große Spiele "langsam wieder für mich entscheiden" zu können. Davon war zu Beginn aber wenig zu sehen, der einseitige erste Satz dauerte nur 20 Minuten. Danach aber wachte Lys auf und zeigte einige starke Schläge. Zur Freude des Publikums führte sie plötzlich mit 2:0 in den Spielen, ehe Andrejewa ihre Überlegenheit wieder ausspielte.
Lys droht in näherer Zukunft ein Abrutschen aus den Top 100 des WTA-Rankings, weshalb der Erstrundensieg in Flushing Meadows für sie besonders wichtig gewesen war. Die Krönung in Form eines zweiten Karriereerfolgs über eine Top-Ten-Spielerin und eines erstmaligen Einzugs in die dritte Runde von New York verpasste sie nun.
A.Ruiz--AT