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Watzke hofft auf freiwilligen Rücktritt von Infantino
DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke setzt im FIFA-Machtkampf auf einen freiwilligen Rückzug von Präsident Gianni Infantino. Dieser sei notwendig, "um den Fußball nicht so einer Zerreißprobe auszusetzen. Ich hoffe, dass er das irgendwann selbst realisiert", sagte Watzke im Deutschlandfunk. Er halte dies "zumindest für denkbar".
Watzke, der der UEFA-Exekutive angehört, zeigte sich erschüttert über die Vorfälle in der FIFA in den vergangenen Monaten, lobte aber gleichzeitig die Einigkeit innerhalb des europäischen Fußballs. "Das war für mich auch ein gutes Zeichen der UEFA, dass wir das so geschlossen abgelehnt haben", betonte der 67-Jährige.
Es sei wichtig gewesen, so Watzke weiter, "eine glasklare und nicht verhandelbare schriftliche Aussage der FIFA zu kriegen, dass dieses Ding nicht nur tot ist, sondern dass auch niemand versucht, das wieder zum Leben zu erwecken".
Die UEFA fordert den Rückzug Infantinos und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Hintergrund ist die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen. Ziel der UEFA ist es, den Schweizer vor der Präsidentschaftswahl beim Kongress im März 2027 zum Aufgeben zu zwingen.
Watzke betonte, er vertrete die Haltung der UEFA, dass es nur ohne Infantino weitergehe, "allein schon aus Vertrauensgründen". Sollte Infantino allerdings wiedergewählt werden, werde man dies akzeptieren. Eine neuerliche Boykottdrohung schloss Watzke aus.
W.Stewart--AT