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Platini zu FIFA-Machtkampf: Infantino "muss gehen"
Im Machtkampf beim Fußball-Weltverband sieht auch der Ex-Chef von Gianni Infantino keine Zukunft für den FIFA-Präsidenten. Er "muss gehen", sagte Michel Platini, der einst als Boss der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eng mit seinem damaligen Generalsekretär Infantino zusammenarbeitete.
"Wirtschaftliche Belange sind das eine, aber Infantino ist gescheitert, weil er als Garant der Spielregeln fungiert und diese nicht respektiert hat", äußerte Platini bei Canal+: "Es werden nicht die Sportinstitutionen sein, die das klären und ihn zu Fall bringen. Wenn die UEFA Infantino stürzen will, dann wird das über die Gerichte laufen."
Die UEFA fordert den Rückzug Infantinos und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Hintergrund ist die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen. Ziel der UEFA ist es, den Schweizer vor der Präsidentschaftswahl beim Kongress im März 2027 zum Aufgeben zu zwingen.
"Ich wusste immer, dass er Geld und Macht liebt", sagte Platini über seinen früheren Mitarbeiter, den er inzwischen in Frankreich verklagt hat. Dabei geht es um die Rolle Infantinos mit Blick auf die am Ende unbewiesenen Korruptionsvorwürfe gegen Platini, die die Wahl des Franzosen zum FIFA-Chef 2016 verhinderten. Stattdessen wurde damals Infantino gewählt.
Ch.Campbell--AT